Gelesen im April

Besser spät als nie 😉 Wobei ich auch gar nicht soviel gelesen habe, sondern vermehrt Bücher angefangen aber noch nicht zu Ende gelesen habe.

Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen

Mein einziges Papierbuch in dem Monat. Ich möchte übrigens meine Begeisterung für den amazon Marketplace kundtun – ich hab da diverse Bücher erworben, alle sahen fast neu aus, mit dem ein oder anderen kleinen Knick – und dafür aber nur einen Euro und das ohne diesen Stempel Mängelexemplar.
Es ist eine Familiengeschichte, Iris erbt das Haus ihrer Großmutter und ist mittendrin in der Geschichte ihrer Familie, der Frage, was mit ihrer verstorbenen Cousine war, ob ihre Großmutter immer treu war – und in der Frage, wie es mit ihr weitergeht. Ich mochte den Roman, werde aber nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen, dafür war es dann doch nicht mein Thema

Milena Moser – Montagsmenschen

Ein Buch über Yoga. Genauer gesagt über eine Yoga-Lehrerin und das mit ihr verknüpfte Schicksal derjenigen, die in ihre Yogastunde kommen – und ihr eigenes Schicksal. Ein durchaus spannendes Buch, wenn ich auch mit dem Yoga zwischendurch nicht soviel anfangen konnte, dafür fehlt mir das esoterische Verständnis.

Elisabeth Tova Bailey – Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Buch hat mich wirklich begeistert. Ich wusste nicht, dass Schnecken so faszinierende Tiere sein können, habe aber instant Lust bekommen, auch ein Terrarium zurecht zu machen für eine Schnecke.
Die Autorin ist aufgrund einer Krankheit ans Bett gefesselt, alles erschöpft sie. Eine Freundin bringt ihr eine Schnecke mit, die einen Platz im Terrarium findet. Und davon ausgehend beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte der Schnecke, mit der Biologie und lernt dabei, mit ihrer eigenen Krankheit umzugehen. Ein ruhiges, langsames Buch, dem Thema angemessen und so schön zu lesen.

Francois Lelord – Hector und das Wunder der Freundschaft

Ich hatte vor vielen Jahren mal „Hectors Reise“ gelesen und bin jetzt über diesen neuen Band gestolpert – stelle aber fest, dass ich nicht mehr soviel mit diesem Schreibstil anfangen kann. Es war nichts besonderes in diesem Buch für mich, eher Allgemeinplätze, die mir vorher schon bewusst waren. Schade

Erin Morgenstern – Der Nachtzirkus

Ein Wettbewerb zweier Magier – ausgetragen auf dem Rücken ihrer Schüler*innen, was in einem Fall die eigene Tochter ist. Schauplatz ist ein Zirkus – aber kein gewöhnlicher, sondern einer, der nur nachts geöffnet hat, in dem man viel Wunderbares erlebt – all dieses Wunderbare ist aber nur eine Konsequenz des dauernden Wettstreites. Und irgendwann kommt es an den Punkt, wo entschieden werden muss, wer gewonnen hat. Celia oder Marco, wer ist besser?
Ein schönes Buch, nicht viel Fantasy, nur ein wenig – genau in der richtigen Dosis.

M.P. Kozlowsky – Juniper Berry

Junipers Eltern sind reich und berühmt – aber in letzter Zeit nicht mehr so glücklich wie einst und kapseln sich auch vor ihrer Tochter total ab. Sie will herausfinden, woran das liegt und ob sie es wieder ändern kann – und erhält dann auch die Möglichkeit genau das zu tun – oder alternativ sich ihren großen Traum zu erfüllen. Nett nebenbei zu lesen.

Maria Sveland – Häschen in der Grube

Ich hatte „Bitterfotze“ gelesen und fand das wirklich gut, sodass ich auch dieses Buch lesen wollte. Ein anderes Thema, Missbrauch in der Familie. Und als irgendwann die Tochter sich öffnet und davon erzählt, wird ihr nicht geglaubt. Ein krasses Buch.

David Hewson – Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 1. Fall

Ein spannender Krimi, der immer wieder neue Vermutungen aufstellen lässt, wer denn nun letztendlich der Mörder ist. Ich mag Krimis und Thriller, die in Skandinavien spielen, dieser ist definitiv auch wirklich gut und lohnt sich weiterverfolgt zu werden.

Nicole Balschun – Ada liebt

Eine etwas andere Liebesgeschichte, zwischen Ada, die ziemlich verkopft wirkt und Bo, der eben ein Schweinehirt ist. Ob es zwischen den beiden auf Dauer gut geht oder nicht, ist hierbei die Frage. Es ist keine einfache Liebesgeschichte und ich möchte die beiden packen und ihnen sagen, dass sie richtig füreinander sind, aber das müssen sie selbst einsehen. Melancholisch schön.

Axel Hacke – Der kleine Erziehungsberater

Eine wundervolle Beschreibung des Lebens mit Kindern. Sehr unterhaltsam, sollte man gelesen haben, wenn man Kinder hat – und es schadet auch nicht, wenn man keine hat.

Dr. Josephine Chaos – Dann press doch selber, Frau Dokta!

Wer ihr Blog liest, weiß um was es in diesem Buch geht. Allen anderen sei gesagt: Der Alltag in der Klinik auf der Gynäkologie-Station kann amüsant sein, zumindest wenn man nicht so direkt beteiligt ist, sondern nur davon liest. Von cholerischen Ärzten, schwierigen Patientinnen und natürlich über das eigene Leben. Unterhaltsam, kaufen!

Axel Hacke – Der weiße Neger Wumbaba/Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück/Wumbabas Vermächtnis

Wer kennt es nicht? Man verhört sich bei einem Lied oder einem Gedicht und der nun entstandene Text gibt dem ganzen eine ganz neue Bedeutung. Eine durchaus unterhaltsame, wie in drei kleinen Büchlein zu lesen ist. Wer Agathe Bauer-Songs amüsant findet, ist auch hier genau richtig.

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Ludwig-Galerie Oberhausen

Cornelia Funke ist wohl vielen ein Begriff und der ein oder andere mag in ihren Werken auch ihre Zeichnungen bewundert haben. Zumindest ging mir das bei Reckless und Tintenherz so, die Bilder geben dem ganze eine noch wunderbarere Note.

Und da die Ruhrtopcard uns einmal freien Eintritt in die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen versprach, und die Ausstellung „Cornelia Funke – Tintenherz, Wilde Hühner und Gespensterjäger. Die fantastischen Bildwelten von den frühen Kinderbüchern bis Reckless „ ganz interessant klang, sind wir dort auch hin.

Alles in allem ist das Schloss Oberhausen tatsächlich sehr hübsch gelegen. Direkt am Kanal, es gibt einen Kinderspielplatz mit Rutsche und dort auch einen Pommes-/Eishändler, Parkplätze sind ebenfalls dort. Und es gibt eine Brücke über den Kanal, die auch recht hübsch ist und diesen weichen Belag hat.Brücke über den Kanal beim Schloss Oberhausen

Genug zum Äußeren, nun zur Ausstellung. Der Empfang im Museum war jetzt eher mäßig beeindruckend. Eine ältere Dame, die uns nach Zücken der Ruhrtopcard mit „Sie sehen schon danach aus“ begrüßte (und dabei sehr negativ klang) und sagte „Eigentlich müsste ich ja jetzt auch ihren Ausweis sehen, aber da verzichte ich mal drauf.“ Alles in allem machte es sehr stark den Eindruck von „Ich will nicht, dass ihr hier seid, doofe Ruhrtopcardler, geht bitte wieder.“ Fand ich mäßig gut und würde mich auch sicher nicht zu einem Wiederkommen verleiten.

Die Ausstellungsräume selbst sind schön hell, und schön groß. Im Erdgeschoss geht es erst um Reckless, Tintenherz, Geisterjäger und die Wilden Hühner – weiter oben dann um die früheren Werke von Cornelia Funke. Sowohl um die Fremdillustrationen für andere Autoren als auch Zeichnungen aus ihren früheren Büchern. Geschickter wäre es wohl gewesen, oben anzufangen, um zu sehen, wie sich ihr Stil weiterentwickelt hat, aber der Gedanke ist uns erst im Nachhinein gekommen. Sehr schön, dass überall die Bücher auslagen, sodass man direkt schauen konnte, wie es wirkt und welcher der Entwürfe es schlussendlich geworden ist (im Fall von Tintenherz z.B.). Ich bin auch direkt dazu verleitet, mir weitere Bücher von Cornelia Funke holen zu wollen (Igraine Ohnefurcht steht gerade relativ weit oben).

Der zugehörige Shop war auch ganz gut sortiert, hier bin ich auch direkt auf mehrere Bücher aus der Region gestoßen, die ich mir unbedingt mal zulegen möchte (z.B. 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss) – aber das hatte Zeit.

Neben dem Shop hätte man sich mit einem Kombiticket für Ludwiggalerie und Gasometer noch einmal die Entwurfzeichnungen von Christo anschauen können. Laut Aussage der Empfangsdame wäre das mit unserer Karte auch gegangen, aber es hat uns nicht so brennend interessiert. Die Christo-Ausstellung ist (gerade im Vergleich zur Ausstellung „Magische Orte“, die davor im Gasometer lief) nicht so spannend, zumindest steht ein Besuch dort noch nicht auf meiner Liste.

Wer Cornelia Funke mag, sollte sich die Ausstellung auf jeden Fall anschauen, sie läuft noch bis zum 20.05. – also nicht mehr allzulange. Aber es gibt durchaus häufiger interessante Ausstellungen dort (Die Janosch-Ausstellung hätte ich mir gerne angesehen), also lohnt sich ein Besuch vermutlich auch danach.

Twitter-Lieblings aus dem März

Wie üblich, einmal (fast) alle Tweets, die im März ein Sternchen bekommen haben. Weitere Twitter-Lieblinge wie immer bei Anne Schuessler

Gelesen im März

Kim Harrison – Bluteid/Blutdämon/Blutsbande

Weiter geht es mit Rachel Morgan, die sich wie üblich mit Dämonen, Hexen, Vampiren und anderen Inderlandern herumschlagen muss. Schade, dass ich bis zum nächsten Band so lange warten muss, aber er soll noch dieses Jahr erscheinen, immerhin.

Cay Rademacher – Der Trümmermörder

Hamburg in der Nachkriegszeit. Die Gesellschaft liegt darnieder und in diesem Klima voll Armut geschehen Morde. Basierend auf einem echten Fall dieser Krimi, in dem das Leben in Nachkriegs-Hamburg durchaus gut und realistisch dargestellt wurde.

Peter V. Brett – Die Flammen der Dämmerung

Endlich! Gefühlte Ewigkeiten hab ich auf die Fortsetzung gewartet (von der ich bis vor kurzem dachte, sie sei der Abschluss, anfangs hieß es nämlich, der Dämonen-Zyklus sei eine Trilogie. Tja, falsch gedacht.)Es geht spannend weiter, immer näher kommen sich Arlen und Jardir und der Konflikt baut sich immer weiter auf. Sehr gefallen haben mir die Rückblenden auf die Geschichte von Inevera, Jardirs erster Frau. Aber auch Einsichten in das Leben der Dämonen, dass sie eine Königin haben, fand ich spannend. Leseempfehlung, absolut. (Abschreckend allerdings, dass man auf die nächsten Bände warten müssen wird).

Laila Kühle & Detlef Dreßlein – Ich habe mich versehentlich auf den Staubsauger gesetzt

Ein Buch über Sexunfälle. Was so passieren kann, wenn Menschen von ihrem sexuellen Trieb übermächtigt werden und nicht nachdenken. Und wie das manchmal gewaltigst schiefgehen kann. Es ist teilweise wirklich dafür geeignet, Phantomschmerzen zu verursachen, ich frag mich auch bei einigem, ob das nicht eine Urban Legend ist – und generell finde ich, dass es manchmal ein bisschen abwertend ist. Aber trotzdem ist es ganz unterhaltsam. Mein Lieblingskapitel: Die Ausreden beim Arzt.

Anne-Dauphine Julliand – Deine Schritte im Sand

Anne Dauphine erfährt, dass ihre zweijährige Tochter unter einer schweren Erbkrankheit leidet, der metachromatischen Leukodystrophie, und daran sterben wird. Vorher wird sie sich immer weiter zurückentwickeln und immer mehr Fähigkeiten verlieren, vom Laufen bis hin zum Sehen.Anne-Dauphine nimmt sich vor, ihrer Tochter das verbleibende Leben so schön wie möglich zu gestalten und alles zu tun, damit es ihrer Tochter nicht an Liebe mangelt. Ein bewegendes Buch, wenn auch durchaus traurig, da klar ist, dass es kein gutes Ende nehmen wird.

Mathias Malzieu – Die Mechanik des Herzens

Jack hat seit seiner Geburt eine Kuckkucksuhr an seinem Herz, die ihm hilft, es im Gang zu halten. Er bekommt erzählt, dass er sich ja nie verlieben darf, denn diese Gefühlsschwankungen könnten sein empfindliches Herz vollends aus dem Gleichgewicht bringen. Aber an einem Tag in der Stadt verliebt er sich in eine Tänzerin, versucht sie wiederzufinden – eine Reise, die ihn schlussendlich nach Andalusien führt.
Ein wunderbar bezauberndes Buch. Ein wenig Märchen, aber nicht zuviel. Man fühlt sehr mit Jack mit. Ob es ihm gelingt, die Tänzerin wieder zu finden? Und wenn ja, ob er sie von sich überzeugen kann, trotz der Uhr, die abschreckend wirkt?

Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag

Drei Geschwister auf dem Weg zur Hochzeit einer Cousine. Und spontan beschließen sie, ihren Bruder zu besuchen, der nicht gekommen ist und die Hochzeit Hochzeit sein zu lassen. Ein recht unterhaltsames Buch, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Aber es lässt sich schön weglesen, ist auch nicht allzu lang.

Anna Gavalda – Ich habe sie geliebt

Chloé wird von ihrem Mann mit den zwei Töchtern sitzengelassen und ist todunglücklich. Pierre, ihr Schwiegervater, nimmt sie mit in das Ferienhaus der Familie, damit sie ein wenig zur Ruhe kommt und sie in Ruhe miteinander reden können. Und er erzählt ihr von seinem Leben, davon, wie er sich neben seiner Frau in eine andere verliebt hat und wie das geendet ist. Ein schönes Buch, über die Liebe, über verpasste Möglichkeiten.

Frances Miralles – Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

Samuel wacht morgens auf – und dieser Tag wird sein Leben verändern. Durch eine vor der Tür sitzende Katze lernt er seinen Nachbarn kennen, findet einen neuen Freund und begegnet seiner ersten Liebe. Er beginnt, richtiggehend zu leben und nicht tagein tagaus immer dassselbe zu tun. Eine Empfehlung für dieses Buch.

Yasmina Khadra – Die Schuld des Tages an die Nacht

Eine Geschichte aus Algerien, darüber wie Younes aufwächst, wie er sich verliebt, was dabei alles passiert. Mich hat selten ein Buch so begeistert, es ist bis jetzt das beste Buch, was ich in diesem Jahr gelesen habe, ein absolutes Wow! Von der Sprache her, vom Erzählstil, einfach alles hat mich an diesem Buch begeistert.“Liebe kennt keine Verbote, keine Scham, es sei denn, man verleugnet sie. Oder opfert sie auf dem Altar der besten Absichten.“

Erica Fischer – Königskinder

Zweiter Weltkrieg, Großbritannien. Irka und Erich sind aus Wien vor den Nazis geflohen und wollen zusammen glücklich werden, ohne Angst. 1940 jedoch werden die Ausländer interniert, aus Angst vor einer Fünften Kolonne Hitlers und Erich wird alsbald nach Australien verschifft. Irka sucht nach einer Möglichkeit, nachzukommen, aber es ist ihr nicht möglich. Beide schreiben sich Briefe, aber ohne Garantie, dass sie den anderen erreichen und mit langer Wartezeit. Ein Roman basierend auf der Geschichte der Eltern von Erica Fischer. Durchaus spannend geschrieben, aber nicht so sehr mein Thema.

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Man nehme „Ziemlich beste Freunde“ und tausche den männlichen Pfleger durch eine junge Dame aus und dann hat man den Plot dieses Buches. Will ist junger Mann, der vor dem Unfall sehr aktiv war. Nun sitzt er im Rollstuhl und kann nichts mehr eigenständig machen. Lou arbeitet in einem Café, bis dieses geschlossen wird und da ihr Ort nicht viele Arbeitsplätze bietet, lässt sie sich darauf ein, Pflegekraft für Will zu werden. Es kommt, wie es kommen muss und es entwickelt sich mehr. Eine berührende Liebesgeschichte, wer „Zwei an einem Tag“ mochte, wird das hier wahrscheinlich auch mögen, zumindest mir gefiel es sehr.

Nancy Salchow – Unser sechzehntes Jahr

Vor sechzehn Jahren hat sich Fiona das Leben genommen, da war sie fünfzehn. Nun ist ihre Schwester Nathalie fünfzehn geworden und möchte mehr erfahren. Wie war ihre Schwester und gibt es sie nur, weil ihre Schwester gestorben ist? Das ganze Thema wühlt die Familie auf, es werden unangenehme Wahrheiten ausgesprochen.Mir war das ganze ein wenig zu sehr standard, wenig Überraschungen. Nicht so mein Buch.

Sabine Thiesler – Der Kindersammler

Obwohl mich Sabine Theislers Thema, das all ihren bisher gelesenen Büchern zugrunde liegt, ein wenig langweilt, hab ich doch noch eins gelesen. Im Italien-Urlaub verschwindet der Sohn von Anne und Harald. Spurlos. Jahre später kehrt sie nach Italien zurück, kauft sich ein Haus und will herausfinden, was passiert ist – um endlich mit der Geschichte abschließen zu können. Und natürlich begegnet sie dem Täter, ohne es zu ahnen. Und auch er ahnt nicht, was sie hierher gebracht hat.

Poul Anderson – Kinder des Wassermanns

Ein Fantasy-Roman, spielt in der Zeit, in der Dänemark zusehends christlicher wird. Es gibt das Meervolk, welches friedlich mit den Menschen zusammen lebt – aber da sie keine Seele haben, sieht die Kirche sie als Bedrohung und ein Priester verbannt sie. Auf der Suche nach einer neuen Wohnstatt führt ihr König sie durch die Meere – während seine vier Kinder zurückbleiben. Die jüngste Tochter lässt sich taufen und verliert damit sämtliche Erinnerung an ihr früheres Leben – die anderen drei versuchen daraufhin, ihr Volk wieder ausfindig zu machen. Schön geschrieben Fantasy, mit einem etwas anderen Thema.

Lilach Mer – Der siebte Schwan

Mina, ein vierzehnjähriges Mädchen, bekommt mit, dass der Doktor der Familie sie für geistig verwirrt hält und flüchtet daraufhin. Sie findet Obdach bei einer fahrenden Familie und versucht, das große Familiengeheimnis aufzuklären: wer sind die beiden Jungen in dem Amulett, dass sie auf dem Speicher gefunden hat?
Sie findet große Unterstützung und lernt, dass mehr möglich ist, als sie bisher gedacht hatte.
Es ist nicht so ganz mein Buch, dafür ist es zu wenig Fantasy – und als Nicht-Fantasy-Buch liegt es mir einfach nicht.

Lilach Mer – Winterkind

Ein modernes Schneewittchen. Blanka von Rapp hat Haare schwarz wie Ebenholz, ihre Haut ist weiß wie Schnee und ihre Lippen rot wie blut. Sie lebt ein eigentlich glückliches Leben, ihr Ehemann besitzt eine Fabrik und sie haben ein Kind.Doch sie hatte eine unglückliche Kindheit, mit einer distanzierten Mutter, die mehr Wert auf Schönheit als auf Glücklichsein legte – und als die Mutter stirbt, erbt sie den Spiegel.
Das Buch ist quasi die Fortsetzung von Schneewittchen. Schön geschrieben, hier stört mich auch der sehr niedrige Fantasy-Anteil keineswegs.

Mo Yan – Frösche

China, zur Zeit der Einführung der Geburtenkontrolle. Erzählt wird die Geschichte von Gugu, der Tante des Erzählers, die als Frauenärztin tätig war und in dieser Funktion auf der einen Seite vielen Kindern auf die Welt geholfen hat (unter anderem auch dem Erzähler) – aber auf der anderen Seite überzeugt vom Regime war und Abtreibungen und Sterilisationen durchgesetzt hat, trotz tragischer Ereignisse, um die Ein-Kind-Politik durchzusetzen. Bis auf das Theaterstück am Ende recht gut zu lesen und recht spannend.

„Safety Tips for Ladies“ – oder gelungene Twitter-Mems

Twitter schafft es immer wieder, mir durchaus gute Laune zu bereiten, so auch mit den Vorschlägen, was Frauen tun könnten, um nicht vergewaltigt zu werden.

Erklärung hier

und die besten Tweets, die ich dazu gelesen habe:

#safetytipsforladies My underwear is made out of Capri Sun pouch material. You ever tried poking a hole in that shit?

— Sigers (@FlyLibrarian) 26. März 2013

#safetytipsforladies some lizards can remove their tails to escape predators. Try doing that with your vagina.

— Rachael Lefler (@RachaelLefler) 26. März 2013

#safetytipsforladies as 100% of rapes happen in 3D, we advise you to re-develop yourself for 2D, and turn sideways in the event of a threat.

— Tori N Turner (@miscreancy) 26. März 2013

#safetytipsforladies Most rape victims are human. Consider becoming an inanimate object, such as a a pencil or a building.

— yllek (@goodnightkelly) 26. März 2013

Actual last one: #safetytipsforladies Split yourself into 7 different horcruxes so you are only at risk of being 14% raped.

— Kevin Bondelli (@kbondelli) 26. März 2013

Rapists find extreme heat uncomfortable. Consider living in the center of the sun or other nearby star. #safetytipsforladies

— Regina Buenaobra (@Brinstar) 26. März 2013

Most rapes happen on Earth, so move to the moon.#safetytipsforladies

— CommanderShepard (@MyLittleFemShep) 26. März 2013

Rapists try to force themselves between your legs.Prevent this by becoming a mermaid #safetytipsforladies

— mollycrabapple (@mollycrabapple) 26. März 2013

I’m told rapes happen because of bad decisions. Never make any decisions. Decide nothing, ever. #safetytipsforladies

— Emmy Bengtson (@EmmyA2) 25. März 2013

#safetytipsforladies When leaving house, fill mouth with ink. If attacked, squirt ink at rapist, propel yourself to safety with your 8 limbs

— Bex B (@IamBexB) 25. März 2013

Most rapes happen above ground. Build a sprawling underground lair and adapt to a life without sun. #safetytipsforladies

— Dana Contreras (@DanaDanger) 25. März 2013

Rapes usually occur at places during times, invent your own space-time continuum and just go there. #safetytipsforladies

— Li Wi (@Liwi09) 25. März 2013

Most rapists are people you know. Shoot and kill everyone you know. #safetytipsforladies

— Imani ABL (@AngryBlackLady) 25. März 2013

Don’t be anywhere. 100% of rapes happen in places and locations. #safetytipsforladies

— Conna Stevenson (@1000DaysOfRain) 25. März 2013

If you are attacked, go Super Saiyajin. Your pubic hair will go blonde & spiky and shred his boyparts. #safetytipsforladies

— N. K. Jemisin (@nkjemisin) 25. März 2013

Consider splicing your genes with those of a pufferfish so that you expand with spikiness whenever a rapist comes near #safetytipsforladies

— Kim (@CaptKimothy) 25. März 2013

When going anywhere alone, set yourself on fire.Remember:They can’t rape you if you’re on fire.#safetytipsforladies

— RamenKing (@RamenKing) 25. März 2013

Ein Ausflug in den Zoo :)

Trotz des bitterkalten Wetters, das eigentlich primär zu Couch und warmem Tee einlädt, sind wir am letzten Samstag in den Zoo gefahren. Und zwar in den Burger’s Zoo nach Arnheim, etwa eine Stunde von Duisburg entfernt. Der Grund war, dass die Ruhrtopcard noch bis zum 30.03. freien Eintritt dafür gewährte und ich liebe Zoo und wollte wissen, wie der so ist. Eigentlich war ich bei dem Wetter auch abgeneigt, aber dann las ich, dass sie drei Hallen haben und dachte mir: Na gut, zur Not können wir uns auch dort Tiere angucken.

Zusammenfassung: Zoo ist schön, wäre im Sommer sicherlich noch schöner, aber wird sicher nicht mein Lieblingszoo (es ist auch schwer, gegen den Noorder Dierenpark anzukommen, schließlich hat der Nacktmulle, ein Pinguin-Freigehege und ein Zitronenhai-Aquarium).

Und leider hatte ich nur meine Handykamera dabei, da sind nicht so gute Photos bei entstanden.

Der Parkplan ist relativ gut erklärend, auch wenn wir trotzdem nicht immer alles sofort gefunden haben. (Wo geht es denn jetzt in die Desert? Und warum haben wir das Rimba übersehen?) und jetzt zum Zoo 🙂

Es gibt einmal das draußen, dazu gehört ein relativ großer Safari-Bereich mit Löwen, Giraffen, Zebras (nein, nicht in einem Gehege), wo man daran entlang laufen kann, das war ganz schön. Aber das wäre eindeutig im Sommer noch ein wenig schöner gewesen.

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Dann gibt es noch kleinere Gehege, mit Pinguinen, Erdmännchen, Bären, Vögeln, Leoparden und so weiter. Es gibt das oben erwähnte Rimba,was die Tiere des tropischen Regenwalds Malaysia versammelt. Es gibt die Mangrove, eine kleine tropische Halle, mit Vögeln, Echsen und Schildkröten (großer Vorteil daran, es ist warm). Da wir uns draußen gar nicht so lange aufgehalten haben (es war schließlich echt kalt), galt meine Begeisterung umso mehr den großen Hallen. Wir fingen mit dem Bush an, eine schön feuchtwarme Halle. Tiere haben wir da tatsächlich gar nicht mal so viele gesehen, aber es machte Spaß, durch die Pflanzen zu laufen. Es gibt dort viele kleine Wege, die zum Teil auch über im Wasser liegende Steine führen, oder über Holzbalken, die knapp über (oder auch ein Stück lang unter) dem Wasser sind und alles in allem macht das sehr viel Spaß. Das hat auch sehr dafür entschädigt, abgesehen von ein paar Vögeln und den Seekühen nicht soviel zu Gesicht bekommen zu haben.

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Dann sind wir in den Bereich ‚Ocean‘ gelaufen. Ich war vorher ein wenig skeptisch, weil ich Aquarien tendentiell langweilig finde. Ein Glaskasten nach dem anderen, nicht so meins. Aber wow! Mich hat das sehr beeindruckt. Es waren eher große Behälter, mit Riff, verschiedenen Fischen und einfach nur toll. Und Rochen, ich liebe Rochen. Und Haie, auch die liebe ich. Spannend auch der Teil mit den nachtaktiven Fischen, der entsprechend abgedunkelt war.

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Zurück in den Bush, um von da aus in die Wüste zu gehen. Man läuft durch einen langen Gang, vorbei an Fledermäusen, Schlangen, Stinktieren, sehr schön gemacht. Und landet in einer Wüste (also eher mexikanisch, als Sahara), mit Kakteen, ein paar Fossilien zur Deko und hier und dort ein paar Tieren. Auch das war durchaus schön, hat mir aber von den drei Hallen am wenigsten gefallen.

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Und dann waren wir auch schon durch. Bei besserem Wetter hätten wir sicher mehr Zeit draußen verbracht und ich hatte eindeutig das falsche an für den Indoor-Spielplatz, aber es war ein sehr schöner Besuch.

Der Google Reader und ich…

… hatten lange eine innige Beziehung miteinander. Ich glaube, ich habe seit jeher nichts anderes genutzt für RSS-Feeds. Wann das ganze begann, weiß ich nicht – da ich mit dem Kauf meines Smartphones ein neues Google-Konto einrichtete und die Reader-Abos dorthin wanderten, es sind aber ausreichend. Alleine die Statistik der letzten 30 Tage besagt:

Nunja, ich werde mir wohl eine Alternative suchen müssen. Feedly wirkt bisher ganz nett, aber mir so Magazin-lastig – und vor allem nicht ohne Add-on nutzbar. Und nicht mit der Reader-App auf dem Handy, die ich bisher nutze (gReader). NewsBlur hätte ich mir gerne mal angeguckt, ist aber mittlerweile nur noch kostenpflichtig nutzbar, was das „nur mal schauen“ schwierig macht. Bis Juli ist noch Zeit, ich hoffe bis dahin findet sich noch andere Lösung. Der Reader ist tatsächlich der Dienst von Google, ohne den ich am schwierigsten leben kann. Mailanbieter gibt es viele, Suchmaschinen auch – aber einen RSS-Reader mit Online-Sync, den gibt es tatsächlich selten. Schade drum.

Siehe auch: boschblog: Das Aus einer Reader-Beziehung

Und das ist der Grund, warum ich ein Blog wollte, um ein wenig unabhängiger von Diensten wie Twitter/Facebook und dergleichen. Das WordPress-Blog kann ich nehmen und zur Not auf eigenen Webspace umziehen und bin nicht auf das Wohlwollen eines Internet-Dienstes angewiesen.