Sommerkino in Duisburg

Jedes Jahr im Sommer ist im Landschaftspark Duisburg Nord Sommerkino. Das heißt, in der alten Gießhalle sind etwa sechs Wochen lang Filmvorführungen, sowohl Blockbuster als auch eher unbekannte Filme. Etwa 1000 Plätze gibt es – und sobald das Programm draußen ist, sollte man sich zeitnah entscheiden und die Tickets kaufen, da sie sehr schnell ausverkauft sind.

Vor der Gießhalle ist Sand aufgeschüttet, es gibt Crêpes, Pizza, Getränke etc. gegen Marken und oben in der Gießhalle Popcorn und Cola. Sinnvollerweise nimmt man sich so etwas wie eine Decke mit, da es bei längerem Sitzen doch schon etwas kalt werden kann.

Gesehen haben wir dieses Jahr bisher „Great Gatsby“ – ein toller Film. Und „Lincoln“, ein Film, der sich etwas zu sehr zog, um mir zu gefallen.

Und hier ein wenig Impressionen (die Handykamera ist leider nicht so gut)

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„Ich war noch niemals in New York“ – das Musical

Aufgrund einer glücklichen Fügung bekamen Freunde vier Tickets für das Musical „Ich war noch niemals in New York“ in Oberhausen geschenkt und auch wenn ich jetzt nicht behaupten kann, ein großer Fan von Udo Jürgens zu sein und ganz sicher niemals das Geld für solch ein Ticket ausgegeben hätte: einfach so kann man das ja mal machen.

Bühnenbild

Und meine Zusammenfassung des Abends war: tatsächlich war ich ziemlich gut unterhalten. In Teilen wirkte die Story etwas gequält (natürlich musste ein Grieche mitspielen, damit man im Verlauf des Abends „Griechischer Wein“ spielen konnte z.B.), aber das ist vermutlich ein allgemeines Problem bei Musicals, die auf Bands/Sängern basieren.
Kurzzusammenfassung: zwei ältere Herrschaften türmen aus dem Altersheim, mit dem Kreuzfahrtschiff auf dem Weg nach New York. Die Tochter der Dame ist erfolgreiche Moderatorin, der Sohn des Herrn Wildtierfotograf. Die beiden bemühen sich also, ihre Eltern wieder ins Altersheim zurückzubringen und es kommt, wie es natürlich kommen muss, auch diese beiden kommen sich immer näher. Das ganze ist aber recht unterhaltsam, großartig fand ich auch den Charakter der Frau Alteisen, der Dame vom Altersheim („Corega-Tabs-Touristen“ ist eine geniale Wortschöpfung).
Natürlich kamen alle großen Hits vor, wobei ich vorher gesagt hätte, ich würde maximal zwei kennen, währenddessen wurde mir bewusst, dass es wohl doch ein, zwei mehr sind, die ich kenne. Und einige mehr, die ich nicht kannte, die mir aber recht gut gefielen, „Ein ehrenwertes Haus“ z.B.
Am besten, von der Show und vom Lied her, gefiel mir allerdings „Schöne Grüße aus der Hölle“ – kannte ich vorher gar nicht, war aber echt gut.

Achja, da es Aufführung Nummer 3000 war, weltweit gesehen, war Udo Jürgens selbst auch da und hat das Musical dann auch wohl aus den Zuschauerrängen mitverfolgt – mangels Fan-tum war das für mich aber nicht so interessant.

Kurzzusammenfassung: Kann man sich ansehen das Musical, ist erstaunlich unterhaltsam – Geld ausgeben würde ich allerdings immer noch nicht 😉

Ludwig-Galerie Oberhausen

Cornelia Funke ist wohl vielen ein Begriff und der ein oder andere mag in ihren Werken auch ihre Zeichnungen bewundert haben. Zumindest ging mir das bei Reckless und Tintenherz so, die Bilder geben dem ganze eine noch wunderbarere Note.

Und da die Ruhrtopcard uns einmal freien Eintritt in die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen versprach, und die Ausstellung „Cornelia Funke – Tintenherz, Wilde Hühner und Gespensterjäger. Die fantastischen Bildwelten von den frühen Kinderbüchern bis Reckless „ ganz interessant klang, sind wir dort auch hin.

Alles in allem ist das Schloss Oberhausen tatsächlich sehr hübsch gelegen. Direkt am Kanal, es gibt einen Kinderspielplatz mit Rutsche und dort auch einen Pommes-/Eishändler, Parkplätze sind ebenfalls dort. Und es gibt eine Brücke über den Kanal, die auch recht hübsch ist und diesen weichen Belag hat.Brücke über den Kanal beim Schloss Oberhausen

Genug zum Äußeren, nun zur Ausstellung. Der Empfang im Museum war jetzt eher mäßig beeindruckend. Eine ältere Dame, die uns nach Zücken der Ruhrtopcard mit „Sie sehen schon danach aus“ begrüßte (und dabei sehr negativ klang) und sagte „Eigentlich müsste ich ja jetzt auch ihren Ausweis sehen, aber da verzichte ich mal drauf.“ Alles in allem machte es sehr stark den Eindruck von „Ich will nicht, dass ihr hier seid, doofe Ruhrtopcardler, geht bitte wieder.“ Fand ich mäßig gut und würde mich auch sicher nicht zu einem Wiederkommen verleiten.

Die Ausstellungsräume selbst sind schön hell, und schön groß. Im Erdgeschoss geht es erst um Reckless, Tintenherz, Geisterjäger und die Wilden Hühner – weiter oben dann um die früheren Werke von Cornelia Funke. Sowohl um die Fremdillustrationen für andere Autoren als auch Zeichnungen aus ihren früheren Büchern. Geschickter wäre es wohl gewesen, oben anzufangen, um zu sehen, wie sich ihr Stil weiterentwickelt hat, aber der Gedanke ist uns erst im Nachhinein gekommen. Sehr schön, dass überall die Bücher auslagen, sodass man direkt schauen konnte, wie es wirkt und welcher der Entwürfe es schlussendlich geworden ist (im Fall von Tintenherz z.B.). Ich bin auch direkt dazu verleitet, mir weitere Bücher von Cornelia Funke holen zu wollen (Igraine Ohnefurcht steht gerade relativ weit oben).

Der zugehörige Shop war auch ganz gut sortiert, hier bin ich auch direkt auf mehrere Bücher aus der Region gestoßen, die ich mir unbedingt mal zulegen möchte (z.B. 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss) – aber das hatte Zeit.

Neben dem Shop hätte man sich mit einem Kombiticket für Ludwiggalerie und Gasometer noch einmal die Entwurfzeichnungen von Christo anschauen können. Laut Aussage der Empfangsdame wäre das mit unserer Karte auch gegangen, aber es hat uns nicht so brennend interessiert. Die Christo-Ausstellung ist (gerade im Vergleich zur Ausstellung „Magische Orte“, die davor im Gasometer lief) nicht so spannend, zumindest steht ein Besuch dort noch nicht auf meiner Liste.

Wer Cornelia Funke mag, sollte sich die Ausstellung auf jeden Fall anschauen, sie läuft noch bis zum 20.05. – also nicht mehr allzulange. Aber es gibt durchaus häufiger interessante Ausstellungen dort (Die Janosch-Ausstellung hätte ich mir gerne angesehen), also lohnt sich ein Besuch vermutlich auch danach.

Ein Ausflug in den Zoo :)

Trotz des bitterkalten Wetters, das eigentlich primär zu Couch und warmem Tee einlädt, sind wir am letzten Samstag in den Zoo gefahren. Und zwar in den Burger’s Zoo nach Arnheim, etwa eine Stunde von Duisburg entfernt. Der Grund war, dass die Ruhrtopcard noch bis zum 30.03. freien Eintritt dafür gewährte und ich liebe Zoo und wollte wissen, wie der so ist. Eigentlich war ich bei dem Wetter auch abgeneigt, aber dann las ich, dass sie drei Hallen haben und dachte mir: Na gut, zur Not können wir uns auch dort Tiere angucken.

Zusammenfassung: Zoo ist schön, wäre im Sommer sicherlich noch schöner, aber wird sicher nicht mein Lieblingszoo (es ist auch schwer, gegen den Noorder Dierenpark anzukommen, schließlich hat der Nacktmulle, ein Pinguin-Freigehege und ein Zitronenhai-Aquarium).

Und leider hatte ich nur meine Handykamera dabei, da sind nicht so gute Photos bei entstanden.

Der Parkplan ist relativ gut erklärend, auch wenn wir trotzdem nicht immer alles sofort gefunden haben. (Wo geht es denn jetzt in die Desert? Und warum haben wir das Rimba übersehen?) und jetzt zum Zoo 🙂

Es gibt einmal das draußen, dazu gehört ein relativ großer Safari-Bereich mit Löwen, Giraffen, Zebras (nein, nicht in einem Gehege), wo man daran entlang laufen kann, das war ganz schön. Aber das wäre eindeutig im Sommer noch ein wenig schöner gewesen.

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Dann gibt es noch kleinere Gehege, mit Pinguinen, Erdmännchen, Bären, Vögeln, Leoparden und so weiter. Es gibt das oben erwähnte Rimba,was die Tiere des tropischen Regenwalds Malaysia versammelt. Es gibt die Mangrove, eine kleine tropische Halle, mit Vögeln, Echsen und Schildkröten (großer Vorteil daran, es ist warm). Da wir uns draußen gar nicht so lange aufgehalten haben (es war schließlich echt kalt), galt meine Begeisterung umso mehr den großen Hallen. Wir fingen mit dem Bush an, eine schön feuchtwarme Halle. Tiere haben wir da tatsächlich gar nicht mal so viele gesehen, aber es machte Spaß, durch die Pflanzen zu laufen. Es gibt dort viele kleine Wege, die zum Teil auch über im Wasser liegende Steine führen, oder über Holzbalken, die knapp über (oder auch ein Stück lang unter) dem Wasser sind und alles in allem macht das sehr viel Spaß. Das hat auch sehr dafür entschädigt, abgesehen von ein paar Vögeln und den Seekühen nicht soviel zu Gesicht bekommen zu haben.

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Dann sind wir in den Bereich ‚Ocean‘ gelaufen. Ich war vorher ein wenig skeptisch, weil ich Aquarien tendentiell langweilig finde. Ein Glaskasten nach dem anderen, nicht so meins. Aber wow! Mich hat das sehr beeindruckt. Es waren eher große Behälter, mit Riff, verschiedenen Fischen und einfach nur toll. Und Rochen, ich liebe Rochen. Und Haie, auch die liebe ich. Spannend auch der Teil mit den nachtaktiven Fischen, der entsprechend abgedunkelt war.

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Zurück in den Bush, um von da aus in die Wüste zu gehen. Man läuft durch einen langen Gang, vorbei an Fledermäusen, Schlangen, Stinktieren, sehr schön gemacht. Und landet in einer Wüste (also eher mexikanisch, als Sahara), mit Kakteen, ein paar Fossilien zur Deko und hier und dort ein paar Tieren. Auch das war durchaus schön, hat mir aber von den drei Hallen am wenigsten gefallen.

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Und dann waren wir auch schon durch. Bei besserem Wetter hätten wir sicher mehr Zeit draußen verbracht und ich hatte eindeutig das falsche an für den Indoor-Spielplatz, aber es war ein sehr schöner Besuch.

Der Rest vom Ruhrgebiet: Duisburg-Meiderich

Da Duisburg bei Anne Schuessler viel zu wenig vertreten ist, mach ich mal. Und zwar über Duisburg-Meiderich, obwohl ich hier noch gar nicht so lange wohne (eineinhalb Jahre in etwa) und mich auch gar nicht so gut auskenne.

Von der Geschichte des Stadtteils weiß ich dann auch gar nicht soviel, außer dem, was bei Wikipedia steht. Früher eigenständig, dann zwangseingemeindet und nun Teil Duisburgs. Ist aber auch nicht so relevant, zumindest nicht fürs Wohnen hier. Und wohnen, das tue ich hier tatsächlich sehr gerne und kann es auch durchaus weiterempfehlen.

Direkt ums Eck (meines Wohnhauses) gibt es eine Einkaufsstraße, die Von-der-Mark-Straße (andere nennen sie auch Basarstraße)t), die alles Wesentliche bereithält. dm, Apotheken, Bäcker, Buchhandlung, Schuhgeschäft, diverse Handyläden, Fotogeschäft, Postfiliale und so weiter. Auf eben dieser Einkaufsstraße findet mittwochs und samstags auch ein Wochenmarkt statt, so etwas braucht man immer (auch wenn ich zugeben muss, dass, nachdem ich in Münster gewohnt habe, leider alle anderen Wochenmärkte, die ich so kennengelernt habe, gegen den Münsteraner verlieren). Auch Aldi und Rewe sind nah – und der IKEA ist mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen.

Verkehrstechnisch ist Meiderich auch ganz gut angebunden. Abgesehen von der A59, die mir die Wahl zwischen 2 Auffahrten lässt, gibt es hier gleich zwei Straßenbahnlinien, die 903 und die U79, was dazu führt, dass die Taktung hier noch ein bisschen besser ist als an anderen Stellen in Duisburg. Und man ist mit dieser Straßenbahn in unter 10 Minuten direkt in der Duisburger Innenstadt, so schnell schafft das Auto das nicht. Buslinien gibt es auch noch, sind aber nicht so relevant (außerdem ist die Taktung da mehr halbstündlich wie so oft in Duisburg, was sie eher uninteressant macht). Und es gibt einen Bahnhof, von dem eine Bimmelbahn fährt – einmal bis nach Ruhrort, in die Gegenrichtung bis nach Oberhausen, was durchaus praktisch sein kann. (z.B. bei den ganzen Sperrungen des Hauptbahnhofs wegen der Bombenentschärfungen, die es in Duisburg ja immer wieder gibt).

Was sonst noch erwähnenswert ist: die Freizeitmöglichkeiten. Es gibt das Delta Music, die Wander-Disko, die nicht mehr wandert, direkt am IKEA. Ansonsten finden im Meidericher Stadtpark auch immer wieder mal Konzerte etc. statt. Im Stadtpark gibt es außerdem noch eine Minigolfanlage, viel Grün zum Spazieren gehen, einen Abenteuerspielplatz und Möglichkeiten für Sport. Aber, viel viel toller als diesen Stadtpark finde ich ja den Landschaftspark Nord in Duisburg. Ein stillgelegtes Hüttenwerk, das heute so viele Möglichkeiten bietet. Man kann klettern gehen, tauchen, die Aussicht vom Hochofen 5 genießen, einfach nur spazieren gehen oder, mein Favorit, die lange Röhrenrutsche runter. Gerne öfter, irgendwann wird es aber anstrengend. Alles in allem ein riesengroßer Spielplatz. Übrigens auch für jeden Auswärtigen ein lohnenswertes Ausflugsziel. (Oh, ihr habt hier ja soviel Grün).

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Ansonsten bietet Meiderich das gleiche wie eigentlich jeder andere Stadtteil, so mit Sportvereinen, Schulen, Kirchen – alles Dinge, von denen ich (noch) keine Ahnung habe und die deshalb hier nicht weiter auftauchen.

Was ich noch empfehlen kann: Den müden Pinsel als Imbiss – und die Dönerbude direkt an der Haltestelle „Auf dem Damm“.