Gelesen im April

Besser spät als nie 😉 Wobei ich auch gar nicht soviel gelesen habe, sondern vermehrt Bücher angefangen aber noch nicht zu Ende gelesen habe.

Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen

Mein einziges Papierbuch in dem Monat. Ich möchte übrigens meine Begeisterung für den amazon Marketplace kundtun – ich hab da diverse Bücher erworben, alle sahen fast neu aus, mit dem ein oder anderen kleinen Knick – und dafür aber nur einen Euro und das ohne diesen Stempel Mängelexemplar.
Es ist eine Familiengeschichte, Iris erbt das Haus ihrer Großmutter und ist mittendrin in der Geschichte ihrer Familie, der Frage, was mit ihrer verstorbenen Cousine war, ob ihre Großmutter immer treu war – und in der Frage, wie es mit ihr weitergeht. Ich mochte den Roman, werde aber nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen, dafür war es dann doch nicht mein Thema

Milena Moser – Montagsmenschen

Ein Buch über Yoga. Genauer gesagt über eine Yoga-Lehrerin und das mit ihr verknüpfte Schicksal derjenigen, die in ihre Yogastunde kommen – und ihr eigenes Schicksal. Ein durchaus spannendes Buch, wenn ich auch mit dem Yoga zwischendurch nicht soviel anfangen konnte, dafür fehlt mir das esoterische Verständnis.

Elisabeth Tova Bailey – Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Buch hat mich wirklich begeistert. Ich wusste nicht, dass Schnecken so faszinierende Tiere sein können, habe aber instant Lust bekommen, auch ein Terrarium zurecht zu machen für eine Schnecke.
Die Autorin ist aufgrund einer Krankheit ans Bett gefesselt, alles erschöpft sie. Eine Freundin bringt ihr eine Schnecke mit, die einen Platz im Terrarium findet. Und davon ausgehend beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte der Schnecke, mit der Biologie und lernt dabei, mit ihrer eigenen Krankheit umzugehen. Ein ruhiges, langsames Buch, dem Thema angemessen und so schön zu lesen.

Francois Lelord – Hector und das Wunder der Freundschaft

Ich hatte vor vielen Jahren mal „Hectors Reise“ gelesen und bin jetzt über diesen neuen Band gestolpert – stelle aber fest, dass ich nicht mehr soviel mit diesem Schreibstil anfangen kann. Es war nichts besonderes in diesem Buch für mich, eher Allgemeinplätze, die mir vorher schon bewusst waren. Schade

Erin Morgenstern – Der Nachtzirkus

Ein Wettbewerb zweier Magier – ausgetragen auf dem Rücken ihrer Schüler*innen, was in einem Fall die eigene Tochter ist. Schauplatz ist ein Zirkus – aber kein gewöhnlicher, sondern einer, der nur nachts geöffnet hat, in dem man viel Wunderbares erlebt – all dieses Wunderbare ist aber nur eine Konsequenz des dauernden Wettstreites. Und irgendwann kommt es an den Punkt, wo entschieden werden muss, wer gewonnen hat. Celia oder Marco, wer ist besser?
Ein schönes Buch, nicht viel Fantasy, nur ein wenig – genau in der richtigen Dosis.

M.P. Kozlowsky – Juniper Berry

Junipers Eltern sind reich und berühmt – aber in letzter Zeit nicht mehr so glücklich wie einst und kapseln sich auch vor ihrer Tochter total ab. Sie will herausfinden, woran das liegt und ob sie es wieder ändern kann – und erhält dann auch die Möglichkeit genau das zu tun – oder alternativ sich ihren großen Traum zu erfüllen. Nett nebenbei zu lesen.

Maria Sveland – Häschen in der Grube

Ich hatte „Bitterfotze“ gelesen und fand das wirklich gut, sodass ich auch dieses Buch lesen wollte. Ein anderes Thema, Missbrauch in der Familie. Und als irgendwann die Tochter sich öffnet und davon erzählt, wird ihr nicht geglaubt. Ein krasses Buch.

David Hewson – Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 1. Fall

Ein spannender Krimi, der immer wieder neue Vermutungen aufstellen lässt, wer denn nun letztendlich der Mörder ist. Ich mag Krimis und Thriller, die in Skandinavien spielen, dieser ist definitiv auch wirklich gut und lohnt sich weiterverfolgt zu werden.

Nicole Balschun – Ada liebt

Eine etwas andere Liebesgeschichte, zwischen Ada, die ziemlich verkopft wirkt und Bo, der eben ein Schweinehirt ist. Ob es zwischen den beiden auf Dauer gut geht oder nicht, ist hierbei die Frage. Es ist keine einfache Liebesgeschichte und ich möchte die beiden packen und ihnen sagen, dass sie richtig füreinander sind, aber das müssen sie selbst einsehen. Melancholisch schön.

Axel Hacke – Der kleine Erziehungsberater

Eine wundervolle Beschreibung des Lebens mit Kindern. Sehr unterhaltsam, sollte man gelesen haben, wenn man Kinder hat – und es schadet auch nicht, wenn man keine hat.

Dr. Josephine Chaos – Dann press doch selber, Frau Dokta!

Wer ihr Blog liest, weiß um was es in diesem Buch geht. Allen anderen sei gesagt: Der Alltag in der Klinik auf der Gynäkologie-Station kann amüsant sein, zumindest wenn man nicht so direkt beteiligt ist, sondern nur davon liest. Von cholerischen Ärzten, schwierigen Patientinnen und natürlich über das eigene Leben. Unterhaltsam, kaufen!

Axel Hacke – Der weiße Neger Wumbaba/Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück/Wumbabas Vermächtnis

Wer kennt es nicht? Man verhört sich bei einem Lied oder einem Gedicht und der nun entstandene Text gibt dem ganzen eine ganz neue Bedeutung. Eine durchaus unterhaltsame, wie in drei kleinen Büchlein zu lesen ist. Wer Agathe Bauer-Songs amüsant findet, ist auch hier genau richtig.

Gelesen im März

Kim Harrison – Bluteid/Blutdämon/Blutsbande

Weiter geht es mit Rachel Morgan, die sich wie üblich mit Dämonen, Hexen, Vampiren und anderen Inderlandern herumschlagen muss. Schade, dass ich bis zum nächsten Band so lange warten muss, aber er soll noch dieses Jahr erscheinen, immerhin.

Cay Rademacher – Der Trümmermörder

Hamburg in der Nachkriegszeit. Die Gesellschaft liegt darnieder und in diesem Klima voll Armut geschehen Morde. Basierend auf einem echten Fall dieser Krimi, in dem das Leben in Nachkriegs-Hamburg durchaus gut und realistisch dargestellt wurde.

Peter V. Brett – Die Flammen der Dämmerung

Endlich! Gefühlte Ewigkeiten hab ich auf die Fortsetzung gewartet (von der ich bis vor kurzem dachte, sie sei der Abschluss, anfangs hieß es nämlich, der Dämonen-Zyklus sei eine Trilogie. Tja, falsch gedacht.)Es geht spannend weiter, immer näher kommen sich Arlen und Jardir und der Konflikt baut sich immer weiter auf. Sehr gefallen haben mir die Rückblenden auf die Geschichte von Inevera, Jardirs erster Frau. Aber auch Einsichten in das Leben der Dämonen, dass sie eine Königin haben, fand ich spannend. Leseempfehlung, absolut. (Abschreckend allerdings, dass man auf die nächsten Bände warten müssen wird).

Laila Kühle & Detlef Dreßlein – Ich habe mich versehentlich auf den Staubsauger gesetzt

Ein Buch über Sexunfälle. Was so passieren kann, wenn Menschen von ihrem sexuellen Trieb übermächtigt werden und nicht nachdenken. Und wie das manchmal gewaltigst schiefgehen kann. Es ist teilweise wirklich dafür geeignet, Phantomschmerzen zu verursachen, ich frag mich auch bei einigem, ob das nicht eine Urban Legend ist – und generell finde ich, dass es manchmal ein bisschen abwertend ist. Aber trotzdem ist es ganz unterhaltsam. Mein Lieblingskapitel: Die Ausreden beim Arzt.

Anne-Dauphine Julliand – Deine Schritte im Sand

Anne Dauphine erfährt, dass ihre zweijährige Tochter unter einer schweren Erbkrankheit leidet, der metachromatischen Leukodystrophie, und daran sterben wird. Vorher wird sie sich immer weiter zurückentwickeln und immer mehr Fähigkeiten verlieren, vom Laufen bis hin zum Sehen.Anne-Dauphine nimmt sich vor, ihrer Tochter das verbleibende Leben so schön wie möglich zu gestalten und alles zu tun, damit es ihrer Tochter nicht an Liebe mangelt. Ein bewegendes Buch, wenn auch durchaus traurig, da klar ist, dass es kein gutes Ende nehmen wird.

Mathias Malzieu – Die Mechanik des Herzens

Jack hat seit seiner Geburt eine Kuckkucksuhr an seinem Herz, die ihm hilft, es im Gang zu halten. Er bekommt erzählt, dass er sich ja nie verlieben darf, denn diese Gefühlsschwankungen könnten sein empfindliches Herz vollends aus dem Gleichgewicht bringen. Aber an einem Tag in der Stadt verliebt er sich in eine Tänzerin, versucht sie wiederzufinden – eine Reise, die ihn schlussendlich nach Andalusien führt.
Ein wunderbar bezauberndes Buch. Ein wenig Märchen, aber nicht zuviel. Man fühlt sehr mit Jack mit. Ob es ihm gelingt, die Tänzerin wieder zu finden? Und wenn ja, ob er sie von sich überzeugen kann, trotz der Uhr, die abschreckend wirkt?

Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag

Drei Geschwister auf dem Weg zur Hochzeit einer Cousine. Und spontan beschließen sie, ihren Bruder zu besuchen, der nicht gekommen ist und die Hochzeit Hochzeit sein zu lassen. Ein recht unterhaltsames Buch, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Aber es lässt sich schön weglesen, ist auch nicht allzu lang.

Anna Gavalda – Ich habe sie geliebt

Chloé wird von ihrem Mann mit den zwei Töchtern sitzengelassen und ist todunglücklich. Pierre, ihr Schwiegervater, nimmt sie mit in das Ferienhaus der Familie, damit sie ein wenig zur Ruhe kommt und sie in Ruhe miteinander reden können. Und er erzählt ihr von seinem Leben, davon, wie er sich neben seiner Frau in eine andere verliebt hat und wie das geendet ist. Ein schönes Buch, über die Liebe, über verpasste Möglichkeiten.

Frances Miralles – Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

Samuel wacht morgens auf – und dieser Tag wird sein Leben verändern. Durch eine vor der Tür sitzende Katze lernt er seinen Nachbarn kennen, findet einen neuen Freund und begegnet seiner ersten Liebe. Er beginnt, richtiggehend zu leben und nicht tagein tagaus immer dassselbe zu tun. Eine Empfehlung für dieses Buch.

Yasmina Khadra – Die Schuld des Tages an die Nacht

Eine Geschichte aus Algerien, darüber wie Younes aufwächst, wie er sich verliebt, was dabei alles passiert. Mich hat selten ein Buch so begeistert, es ist bis jetzt das beste Buch, was ich in diesem Jahr gelesen habe, ein absolutes Wow! Von der Sprache her, vom Erzählstil, einfach alles hat mich an diesem Buch begeistert.“Liebe kennt keine Verbote, keine Scham, es sei denn, man verleugnet sie. Oder opfert sie auf dem Altar der besten Absichten.“

Erica Fischer – Königskinder

Zweiter Weltkrieg, Großbritannien. Irka und Erich sind aus Wien vor den Nazis geflohen und wollen zusammen glücklich werden, ohne Angst. 1940 jedoch werden die Ausländer interniert, aus Angst vor einer Fünften Kolonne Hitlers und Erich wird alsbald nach Australien verschifft. Irka sucht nach einer Möglichkeit, nachzukommen, aber es ist ihr nicht möglich. Beide schreiben sich Briefe, aber ohne Garantie, dass sie den anderen erreichen und mit langer Wartezeit. Ein Roman basierend auf der Geschichte der Eltern von Erica Fischer. Durchaus spannend geschrieben, aber nicht so sehr mein Thema.

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Man nehme „Ziemlich beste Freunde“ und tausche den männlichen Pfleger durch eine junge Dame aus und dann hat man den Plot dieses Buches. Will ist junger Mann, der vor dem Unfall sehr aktiv war. Nun sitzt er im Rollstuhl und kann nichts mehr eigenständig machen. Lou arbeitet in einem Café, bis dieses geschlossen wird und da ihr Ort nicht viele Arbeitsplätze bietet, lässt sie sich darauf ein, Pflegekraft für Will zu werden. Es kommt, wie es kommen muss und es entwickelt sich mehr. Eine berührende Liebesgeschichte, wer „Zwei an einem Tag“ mochte, wird das hier wahrscheinlich auch mögen, zumindest mir gefiel es sehr.

Nancy Salchow – Unser sechzehntes Jahr

Vor sechzehn Jahren hat sich Fiona das Leben genommen, da war sie fünfzehn. Nun ist ihre Schwester Nathalie fünfzehn geworden und möchte mehr erfahren. Wie war ihre Schwester und gibt es sie nur, weil ihre Schwester gestorben ist? Das ganze Thema wühlt die Familie auf, es werden unangenehme Wahrheiten ausgesprochen.Mir war das ganze ein wenig zu sehr standard, wenig Überraschungen. Nicht so mein Buch.

Sabine Thiesler – Der Kindersammler

Obwohl mich Sabine Theislers Thema, das all ihren bisher gelesenen Büchern zugrunde liegt, ein wenig langweilt, hab ich doch noch eins gelesen. Im Italien-Urlaub verschwindet der Sohn von Anne und Harald. Spurlos. Jahre später kehrt sie nach Italien zurück, kauft sich ein Haus und will herausfinden, was passiert ist – um endlich mit der Geschichte abschließen zu können. Und natürlich begegnet sie dem Täter, ohne es zu ahnen. Und auch er ahnt nicht, was sie hierher gebracht hat.

Poul Anderson – Kinder des Wassermanns

Ein Fantasy-Roman, spielt in der Zeit, in der Dänemark zusehends christlicher wird. Es gibt das Meervolk, welches friedlich mit den Menschen zusammen lebt – aber da sie keine Seele haben, sieht die Kirche sie als Bedrohung und ein Priester verbannt sie. Auf der Suche nach einer neuen Wohnstatt führt ihr König sie durch die Meere – während seine vier Kinder zurückbleiben. Die jüngste Tochter lässt sich taufen und verliert damit sämtliche Erinnerung an ihr früheres Leben – die anderen drei versuchen daraufhin, ihr Volk wieder ausfindig zu machen. Schön geschrieben Fantasy, mit einem etwas anderen Thema.

Lilach Mer – Der siebte Schwan

Mina, ein vierzehnjähriges Mädchen, bekommt mit, dass der Doktor der Familie sie für geistig verwirrt hält und flüchtet daraufhin. Sie findet Obdach bei einer fahrenden Familie und versucht, das große Familiengeheimnis aufzuklären: wer sind die beiden Jungen in dem Amulett, dass sie auf dem Speicher gefunden hat?
Sie findet große Unterstützung und lernt, dass mehr möglich ist, als sie bisher gedacht hatte.
Es ist nicht so ganz mein Buch, dafür ist es zu wenig Fantasy – und als Nicht-Fantasy-Buch liegt es mir einfach nicht.

Lilach Mer – Winterkind

Ein modernes Schneewittchen. Blanka von Rapp hat Haare schwarz wie Ebenholz, ihre Haut ist weiß wie Schnee und ihre Lippen rot wie blut. Sie lebt ein eigentlich glückliches Leben, ihr Ehemann besitzt eine Fabrik und sie haben ein Kind.Doch sie hatte eine unglückliche Kindheit, mit einer distanzierten Mutter, die mehr Wert auf Schönheit als auf Glücklichsein legte – und als die Mutter stirbt, erbt sie den Spiegel.
Das Buch ist quasi die Fortsetzung von Schneewittchen. Schön geschrieben, hier stört mich auch der sehr niedrige Fantasy-Anteil keineswegs.

Mo Yan – Frösche

China, zur Zeit der Einführung der Geburtenkontrolle. Erzählt wird die Geschichte von Gugu, der Tante des Erzählers, die als Frauenärztin tätig war und in dieser Funktion auf der einen Seite vielen Kindern auf die Welt geholfen hat (unter anderem auch dem Erzähler) – aber auf der anderen Seite überzeugt vom Regime war und Abtreibungen und Sterilisationen durchgesetzt hat, trotz tragischer Ereignisse, um die Ein-Kind-Politik durchzusetzen. Bis auf das Theaterstück am Ende recht gut zu lesen und recht spannend.

Gelesen im Februar

Jodi Picoult – Beim Leben meiner Schwester
Jodi Picoults Romane zeichnen sich anscheinend dadurch aus, dass sie ein Thema aus der Perspektive verschiedener Beteiligter beschreibt, so auch in diesem Fall. Die 13jährige Anna wurde nur geboren, weil bei ihrer Schwester eine Form der Leukämie wurde und jemand mit den passenden genetischen Merkmalen gebraucht wurde. Nach einem Leben, das nur daraus bestand, dass sie für ihre Schwester da sein sollte, wenn irgendetwas ist, begehrt sie nun auf und erhebt Klage gegen ihre Eltern, da sie keine ihrer Nieren für ihre Schwester sterben möchte. Die Eltern sind fassungslos und das ganze geht vor Gericht. Ein schwieriges Thema, das hier behandelt wird. Allerdings hat mich der Schluss ein wenig enttäuscht.

Stephen Harbort – Ich musste sie kaputtmachen. Anatomie eines Jahrhundertmörders.
Stephen Harbort beschreibt hier das Leben und die Morde des Menschenfressers von Duisburg, der in der Zeit von 1955 bis 1976 in der Gegend des Niederrheins und Ruhrgebietes zwischen acht und vierzehn Menschen ermordete, letztendlich konnte nie genau geklärt werden, wieviele. Festgenommen wurde er schließlich, weil er sein letztes Opfer, ein kleines Mädchen, ausgeweidet und gekocht hat – Teile der Innereien verstopften die Toilette, sodass andere aufmerksam wurden. Stephan Harbort beschreibt hier, wie es dazu kam, wie die Morde wahrscheinlich abliefen. Ein interessantes Buch, wenn einen Serienmörder interessieren.

Rebecca Gablé – Der König der purpurnen Stadt
Mal wieder ein historischer Roman von Rebecca Gable. Er spielt im England im 14. Jahrhundert – die Hauptperson ein Tuchhändlerlehrling, der durch Glück und Geschick Erfolg in seinem Leben hat. Wie üblich gut recherchiert, wirklich interessant zu lesen. Und auch wenn es nicht offiziell zur Waringham-Saga dazu gehört: ein wenig Vorgeschichte ist es dann doch.

Kiara Singer – Lust auf ihn
Kiara Singer war mir bisher bekannt als die Autorin der „Kiara und Alina“-Reihe. Wer die noch nicht gelesen hat: Lasst es. Die Bücher sind wirklich nicht gut. Das Buch jetzt ist eine Sammlung von vier Kurzgeschichten, alle (bis auf Teile des Vokabulars) recht nett. Wer aber ein Problem mit non-con-Geschichten hat, sollte hier wohl eher die Finger davon lassen, denn gleich in der ersten Geschichte wird über den Kopf der weiblichen Hauptfigur hinweg entschieden und das ändert sich auch in den anderen Geschichten nicht.

Isabel Abedie – Lucian
Ich war mir am Anfang nicht sicher, wo ich dieses Buch einordnen soll – am Ende ist es aber klar Low Fantasy. Rebecca, ein normales Teenager-Mädchen, begegnet einem Menschen, Lucian, den sie absolut nicht einordnen kann. Es zieht sie aber absolut zu ihm hin, sie spürt seine Anwesenheit und die beiden scheinen miteinander verknüpft. Er allerdings weiß nicht, wie er heißt und wo er herkommt, hat keinerlei Geschichte. Es ist ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen Fantasy und ein bisschen Teenager-Roman. Hat mir gefallen.

Gayle Forman – Lovesong
Die Fortsetzung des Romans „Wenn ich bleibe“. War mir am Anfang nicht klar, ist mir dann aber doch aufgefallen. Es geht um den Freund bzw. Ex-Freund des Mädchens aus dem ersten Buch. Um sein Leben nach dem tragischen Unfall, um die Trennung von ihm und Mia und dass er sie keinesfalls überwunden hat. Auch wenn er als Rockstar erfolgreich ist. Kann man lesen, ist zumindest unterhaltsam

Elisa Lorello – Vorgetäuscht
Eine Empfehlung der Frau Sophie 🙂 Hat mir auch prompt gut gefallen. Eine Liebesgeschichte ohne Kitsch. Uni-Dozentin trifft auf Callboy, lässt sich von ihm in die Kunst der Erotik einführen, und bringt im Gegenzug ihm Erotik bei. Sehr schön.

Vina Jackson – Eighty Days Amber
Ich fand ja schon die ersten drei Bände der „Eighty Days“-Reihe ziemlich gut und auch der vierte jetzt, der ein Spin-off ist und die Geschichte von Luba (der Tänzerin) erzählt.

Kira Gmork – Zweimal Hölle und zurück
Eigentlich mag ich keine Fanfictions. Für mich sind Geschichten mit dem letzten Buch abgeschlossen und ich hab nicht so das Bedürfnis, so sehr darin abzutauchen und mich noch ewig damit zu beschäftigen. Aber ich mache eine Ausnahme, wenn es um gut geschriebene Snape/Hermine-Pairings geht – so wie in dieser Fanfiction. Ich fand sie gut.

Kim Harrison – Blutspur/Blutspiel/Blutjagd/Blutpakt/Blutlied/Blutnacht/Blutkind
Ich hab mit der „Rachel Morgan“-Reihe angefangen. Irgendwie bin ich drüber gestolpert, und eine alternative Welt, in der aufgrund eines Virus, der sich via genmanipulierter Tomaten weiterverbreitet hat (was dazu führt, dass Menschen Tomaten eklig finden), ist offensichtlich geworden, dass es nicht nur Menschen gibt, sondern eben auch Inderlander. Also Vampire, Hexen, Hexer (das ist ein Unterschied), Pixies, Fairies, Leprachauns, Tiermenschen und so weiter. Rachel Morgan hat für die InderlandSecurity gearbeitet, ist nun aber selbstständig und versucht, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, gemeinsam mit ihrer vampirischen Mitbewohnerin Ivy, die gerne Blut und Sex von Rachel hätte. Die ersten sieben Bände hab ich diesen Monat gelesen, warten noch drei, bis dann irgendwann der elfte erscheint. Wer solcher Art Fantasy mag, ich fand es gut zu lesen.

Gelesen im Januar

Die Bücher, die ich im Januar gelesen habe:

Alex Capus – Leon & Louise
Die Zeit des ersten Weltkrieges in Frankreich. Leon geht von der Schule ab, um sich lieber für sein Vaterland zu engagieren und wird Morser. Dabei begegnet er Louise und die beiden verlieben sich ineinander. Doch die Wirren des Weltkrieges reißen sie bald auseinander – und sie begegnen sich erst Jahre später zufällig wieder, als Leon längst verheiratet ist und Kinder hat. Eine wirklich schöne Liebesgeschichte, nicht langweilig, nicht kitschig.

Annabel Pitcher – Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
Jamies Schwester ist bei einem terroristischen Anschlag ums Leben gekommen, in Folge dessen bricht die gesamte Familie auseinander. Die Mutter hat einen neuen Partner, der Vater zieht mit dem Sohn und der verbleibenden Tochter um und scheitert daran, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und den Trauerprozess endgültig abzuschließen. Und mittendrin versucht Jamie, es hinzubekommen, dass die Familie nicht komplett auseinanderanbricht und eine Freundschaft zu einer Muslima aufzubauen, die seinem Vater überhaupt nicht passt.
Es wird nicht alles gut, aber es wird besser nach einer Weile und sie kommen halbwegs mit dem klar, was geschehen ist. Ein Buch, das die Frage danach stellt, wie man mit solch einem Schicksalsschlag umgeht – und was es mit den davon Betroffenen macht. Unbedingte Weiterempfehlung.

Hanna Winter – Die Spur der Kinder
Die Tochter einer Schriftstellerin verschwindet, vor zwei Jahren. Alles, was bleibt, ist eine weiße Lilie, die ihr zugesandt wurde. Jetzt verschwinden wieder Kinder und es scheint die gleiche Person verantwortlich zu sein. Zudem scheint der Verlobte der Schriftstellerin eine Rolle zu spielen.
Meiner Meinung nach ein solider Thriller, durchaus gut geschrieben, hat mich jetzt aber nicht so gefesselt, dass ich dringend weitere Bücher von Hanna Winter lesen müsste.

Kristin Cashore – Die Beschenkte/Die Flammende/Die Königliche
Fantasy-Literatur, allerdings eher wenig Fantasy enthalten. Prinzipiell geht es um eine Welt, bestehend aus mehreren Königreichen, in denen es Beschenkte gibt. Dieses sind Menschen mit einer besonderen Gabe (z.b. Gedanken lesen/nicht schlafen/sich alles merken, was man gelesen hat), welche an ihren Augen erkannt werden können, da sie verschiedenfarbig sind.
Das erste Buch handelt von Katsa, eben einer solchen Beschenkten, die zufällig über Bitterblue, die Prinzessin Monseas stolpert und sie rettet. Der zweite Band spielt ganz woanders und hat nur wenig Anknüpfungspunkte, während der dritte Band aus Bitterblues Perspektive geschrieben ist.
Insgesamt schöne Fantasy, hat mir wirklich gefallen.

Anke Groener – Nudeldicke Deern
Ein Sachbuch, eigentlich nicht an mich gerichtet, sondern an Menschen, die übergewichtig sind und deshalb eine Diät nach der anderen halten. Das ist die Geschichte der Autorin, die dann zu der Erkenntnis gelangt sind: Diäten sind Unsinn, dicke Menschen zu verteufeln ist Unsinn – ich höre lieber auf meinen Körper, der wird mir schon mitteilen, was er braucht. Und mit wirklich gutem Essen (also eher Wochenmarkt als Supermarkt) kann man sich nur Gutes tun.
Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen, egal ob man jetzt Diät hält oder nicht, es lohnt sich.

Camilla Läckberg – Der Leuchtturmwärter
Der siebte Band aus der Erika-Falck-Reihe, eine Kriminalromanreihe. Es gibt zwei Morde, die in einem gewissen Zusammenhang stehen. Und dazu eine Erzählung aus der Geschichte des Ortes, was vor langer Zeit auf der Leuchtturminsel passiert ist.
Ich muss sagen, dass man das zwar auch gut lesen konnte, aber mich dieser Band aufgrund seiner Vorhersehbarkeit etwas gelangweilt hat. Ich fand zumindest zwei Punkte relativ vorhersehbar, wenn mir auch bis zum Ende nicht klar wer, wer den „Haupt-Mord“ begangen hat. SPOILER: Zum einen, dass der Junge tot war, war schon klar und dass sie sich das alles einbildet, dass er reagiert. Zum anderen war mir auch klar, dass in dem geschichtlichen Teil die beiden Männer homosexuell waren und die Frau deshalb so schlecht behandelt wurde.

Antonia Michaelis – Solange die Nachtigall singt
Ein wenig schwierig einzusortieren, primär ist es aber eine Liebesgeschichte. Jari will drei Wochen wandern, ist aber recht schnell von diesem Plan abgebracht, als er ein hübsches Mädchen trifft und sie nach Hause begleitet. Das Buch erzählt, wie er die künftigen Monate (denn das werden es) bei ihr verlebt, was er erlebt – und was die Geschichte dieses Mädchens ist. Manchmal ein wenig verwirrend, aber trotz allem nicht so sehr überraschend.

Steven Chbosky – Das also ist mein Leben
Ein Jugendbuch, dessen Protagonist über sein Leben und seine Gefühle Briefe an einen nicht näher beschriebenen Freund schreibt. Seine erste Liebe, seine Freundschaften, die sich entwickeln – all das wird dargestellt und ist durchaus unterhaltsam.

Karen Duve – Grrrimm
Ich mag Märchen. Und deshalb fand ich dieses Buch ziemlich großartig. Karen Duve nimmt klassische Märchen (Dornröschen, Rotkäppchen, Schneewittchen) und erzählt sie neu, vor allen Dingen realistischer. Wer nimmt schon eine Ehefrau, die mit sieben Männern bereits zusammengelebt hat? Und dass Rotkäppchen aus einer Familie kommt, die sie eher schlecht behandelt, ist ja auch klar – warum sonst sollte sie allein durch den Wald geschickt werden? Die einzige Geschichte, die mir nicht so gefallen hat, war die mit Bruder Lustig. Mich irritiert einfach das Auftreten Jesu in Märchen und so gut fand ich es jetzt auch nicht.

Holly Goldberg Sloan – Sam & Emily. Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls.
Wieder eine Liebesgeschichte, wie ich erstaunt feststelle. Sam hat einen schizophrenen Vater, der seit Jahren mit seinen beiden Söhnen auf der Flucht ist. Die Lebensgrundlage sind Diebstähle und sie bleiben nie lange an einem Ort, nie werden sie irgendwo heimisch und nie wird sich um die Jungen gekümmert. Bis Sam Emily begegnet. Sie verlieben sich ineinander, natürlich. Und auch wenn Emilys Familie erst skeptisch war, sind auch sie begeistert – doch dann dreht Sams Vater wieder durch und zwingt die Jungen, die Stadt zu verlassen.

Megan Abbott – Das Ende der Unschuld
Zentral im Roman sind zwei dreizehnjährige Mädchen, beste Freundinnen, die alles miteinander teilen. Plötzlich verschwindet Evie – und Lizzie versucht herauszufinden, was passiert ist – und stellt fest, dass Evie tatsächlich Geheimnisse vor ihr hatte. Allerdings hat auch Lizzie Dinge für sich behalten, z.B. dass sie offensichtlich für Evies Vater schwärmt und im Laufe der Suche nach seiner Tochter immer wieder seine Nähe sucht.
Ich fand diesen Roman wirklich gut, wirklich nachvollziehbar geschrieben und spannend bei der Frage danach, warum Evie letztendlich verschwunden ist.

Iny Lorentz – Töchter der Sünde
Der 5. Teil der Wanderhuren-Saga. Der Sohn der Wanderhure begibt sich auf Reise nach Italien – und verliebt sich einerseits in eine Nonne (was sehr unpraktisch ist), andererseits in die Tochter eines dem deutschen König feindlich gesinntem (was auch nicht besser ist). Ein historischer Roman, den ich zur reinen Unterhaltung gelesen habe, dafür ging es ganz gut – man darf nur nicht zuviel erwarten, vermute ich.

Linda Castillo – Blutige Stille
Eine Amish-Familie wird brutal ermordet aufgefunden, die beiden Mädchen dabei entsetzlich misshandelt. Die Frage stellt sich, wer dafür verantwortlich ist, wer hat dafür ein Motiv? Ein Krimi, der mir gefallen hat, ließ sich ganz gut lesen.

Sandra Henke – Jenseits aller Tabus
Eine Frau muss abtauchen, im Zeugenschutzprogramm des FBI, da ihr Ehemann als Waffenhändler gefasst worden ist. Vollkommen logisch gerät sie in Orgien und lernt sich sexuell neu kennen. Nicht so wahnsinnig spannend.

Cherry Adair – Nimm mich
Eine Frau will ein Kind. Und sie weiß auch von wem. Was sie nicht mit einberechnet hat ist, dass auf einmal Gefühle im Spiel sind. Ganz nette Unterhaltung, aber auch nicht herausragend.

Sandra Henke – Im Schatten der Lust
Ebenfalls ein Erotikbuch. Naomi lebt in einer langweiligen sexuell unerfüllten Beziehung. Bei einem Besuch auf dem Weingut ihrer Familie ändert sich ihr Leben, ihr wird bewusst, was ihr fehlt und sie arbeitet daran, es zu erreichen. Auch das ist ganz nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht.

Sandra Henke – Mädchenakademie
Noch ein Erotikroman. Ich bin auf der Suche nach guten Romanen dieser Art, es findet sich nur leider sehr selten etwas. In diesem Fall, nunja, wer auf Internet und Schulmädchenspiele steht, kann hiermit ganz glücklich werden. Es gibt einen Geheimclub, dessen Aufgaben in sexuellen Abenteuern bestehen, am Schluss steht Sex mit einem begeherenswerten Mann als Trophäe an. Nebenbei wird noch wegen eines Todesfalls ermittelt.

Nicci French – Eisiger Dienstag
Der zweite Fall von Frieda Klein. Den ersten hatte ich bereits gelesen. Es ist ein ganz guter Krimi, ich mag die Story, die an den ersten Teil anknüpft und bin gespannt, wie es schlussendlich ausgeht. Und ich frage mich natürlich, wie die Liebesgeschichte zwischen Frieda und Sandy ausgeht, ob es irgendwann einmal gut wird.

Pola Kinski – Kindermund
Nachdem viel darüber gesprochen wurde: ich fand das Buch eindrucksvoll. Auch wenn ich nie irgendeinen Film mit Klaus Kinski gesehen habe, sondern immer nur Ausschnitte hier und dort: ich konnte mir recht gut vorstellen, wie das privat abgelaufen ist. Und gerade auch die Familienkonstellation mit Pola als ungeliebtem Kind in der neuen Ehe war natürlich ideal für den Vater, um sich an der Tochter zu vergehen, schließlich fand sie nirgends Schutz.

Carmen Stephan – Mal Aria
Ein ganz anderer Roman. Geschrieben aus der Sicht eines Moskitos, der eine junge Frau mit Malaria infiziert hat. Während dieser Moskito ihr Leiden beobachtet, macht er sich Gedanken über die Entwicklung der Menschheit, darüber, wie Malaria als Krankheit entdeckt und eingedämmt wurde und über das Leben und den Tod. Hin und wieder ein bisschen anspruchsvoll, aber nicht zu sehr.

Ken Follett – Sturz der Titanen/Winter der Welt
Seit Monaten liegen diese Romane auf meinem Kindle und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen. Und ja, es lohnt sich. Es beginnt 1914, in Wales. Und es sind drei Familien, die miteinander verknüpft werden, deren Schicksale miteinander zu tun haben. Sturz der Titanen spielt vom Vorfeld/Beginn des ersten Weltkrieges bis zu dessen Ende. Winter der Welt dann etwa mit der Machtergreifung Hitlers bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Ich mochte es, wie Ken Follett hier anhand mehrerer Familiengeschichten die Erlebnisse dieser Epoche schildert, so wird es viel lebendiger. Und meine Befürchtung im zweiten Band, dass es nur um Nazi-Deutschland ginge, von dem ich genug gehört habe, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.
Wer gerne historische Romane liest, sollte über diese Trilogie nachdenken.

Sabine Thiesler – Der Menschenräuber
Jonathans Tochter kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Das verwindet er nie, wandert nach Italien aus. Letztendlich fasst er aber den Plan, sich an dem Unfallfahrer zu rächen und wie anders könnte man das tun, als ihm sein Kind zu rauben? Kann man lesen, ist durchaus spannend, aber kein Krimi-Highlight.

Sabine Thiesler – Bewusstlos
Den dritten Krimi von Sabine Thiesler, den ich lese und ich beginne ein Muster zu erkennen. Es geht immer um einen Täter aus einer dysfunktionalen Familie, mit einer tragischen Kindheit oder tragischen Familiengeschichte, dessen Gestörtheit irgendwann eskaliert und in Mord resultiert. Auch in diesem Fall gibt es wieder eine Verbindung von Deutschland nach Italien, auch der italienische Polizist aus ihren ersten zwei Büchern spielt wieder eine Rolle. Es ist nicht so sehr meins, auch wenn man es ganz gut lesen kann.

Jean de Berg – Geschichte einer Obsession
Ein klassischer Erotikroman. Jean trifft auf Claire, die in Begleitung ihrer Sklavin Anne ist. Es entwickelt sich ein sm-iges Dreiecksverhältnis, wobei Jean relativ passiv wirkt und einfach geschehen lässt. Mir zu französisch, zu wenig geschehend, zu wenig Innenperspektive von Claire und Anne. Allerdings ein paar nette Szenen drin, z.B. in einem botanischen Garten mit einer Blume.

Ulrich Wickert – Neugier und Übermut
Ulrich Wickert erzählt Anekdoten aus seinem Leben. Wie er zu seinem Beruf gekommen ist, was er dabei alles erlebt hat. Ein unterhaltsames Sachbuch.

Eva Mozes Kor – Ich habe den Todesengel überlebt
Ein Buch über einen Aspekt des Nationalsozialismus, über den nicht soviel berichtet wird. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Miriam gerät Eva in die Hände von Josef Mengele, während die restliche Familie in Ausschwitz umgebracht wird. Sie will überleben und sie will, dass ihre Schwester überlebt – und trotz widriger Umstände gelingt ihr das. Es wird nicht besonders dramatisch beschrieben, was ihr alles widerfährt, eher nüchtern und sachlich und gerade das macht es so erschreckend.

Antonia Michaelis – Jenseits der Finsterbach-Brücke
Auch bei diesem Buch tue ich mich schwer, es einzusortieren. Es macht manchmal den Eindruck, Fantasy sein zu können, aber dieser Eindruck ändert sich am Ende des Buches, wo alles aufgeklärt wird.
Lasse wohnt im Norderwald, in einer idyllischen Gegend, wo es nichts Böses gibt. Eines Tages entdeckt er aber ein Loch in der Mauer und trifft Joern. Der kommt aus der Schwarzen Stadt und da ist es ganz und gar nicht idyllisch. Sie freunden sich an, verbringen viel Zeit miteinander und nach und nach wird klar, inwiefern ihre Leben miteinander verbunden sind.

Eowyn Ivey – Das Schneemädchen
Ein herzerwärmender Roman über die Sehnsucht nach einem Kind und was die Liebe alles möglich macht. Mabel und Jack haben keine Kinder, darum wandern sie nach Alaska aus und versuchen sich dort ein neues Leben aufzubauen. Es ist gar nicht so einfach, der Natur all das abzutrotzen, was sie benötigen, aber es gelingt mehr schlecht als recht. Eines Abends, nachdem der erste Schnee gefallen ist, taucht zwischen den Bäumen ein kleines Mädchen auf. Mabel erinnert sich daran, dass sie ein Märchen las, in dem es darum ging, dass ein Mädchen aus Schnee zum Leben erwacht. Aber ist das hier auch so oder handelt es sich um ein wirkliches Mädchen? Wunderbar bezaubernd.

Sandra Henke – Alphawolf/Alphavampir/Alphaluchs
Ein erotischer Liebesroman mit übersinnlichen Wesen, nämlich Gestaltwandlern und Vampiren. Natürlich sind diese Wesen grandiose Liebhaber, ein bisschen Drama gehört dazu, aber schlussendlich findet doch jede*r, was ihm gebührt. Ganz okay, kann man zumindest mal lesen, wenn man Langeweile hat.

Sylvia Day – Crossfire. Versuchung.
Oh Gott. Der neue Band einer Trilogie, die sehr an Shades of Grey angelehnt ist. Es scheint sich zu bewähren, Milliardären vor die Füße zu fallen, dann verlieben sie sich nämlich. Aber im Gegensatz zu SoG sind hier wenigstens beide Hauptpersonen vorgeschädigt durch sexuellen Missbrauch (was der Beziehung nicht so gut tut), es gibt einen schwulen besten Freund, eine stalkende Mutter, der Milliardär hat einen bösen Bruder und nicht zuletzt gibt es die unzähligen Groupies. Ich fand SoG ja durchaus unterhaltsam, wenn man sich nicht zuviel verspricht – aber noch einmal die gleiche Geschichte muss ich dann doch nicht lesen.

Simone Elkeles – Du oder die große Liebe
Der dritte Band der „Du oder…“ Reihe. Wie üblich mit einem der Fuentes-Brüder, der an der Schule auf ein Mädchen trifft, das ihn fasziniert. Wie üblich gibt es ein wenig Streit, Drama, Probleme mit der Latino Blood-Gang – aber alles wird gut. Jugendroman-Liebesgeschichte, abwechselnd aus beiden Perspektiven geschildert.

Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte
Erst drei, dann vier Freunde, die ihre Jugend miteinander verbringen. Einer hat eine Freundin, die sich trennt – und daraufhin mit einem der anderen zusammenkommt. Bis derjenige sich irgendwann umbringt. Und der Erzähler fragt sich, warum das geschehen ist, analysiert seine Beziehung zu dieser Dame und versucht das Rätsel zu lösen, warum die Mutter dieser Frau ihm etwas vererbt hat. Und wie an die Tagebücher des Toten kam, um ihm diese zu vererben.

Rebecca Gable – Hiobs Brüder
Ein historischer Roman. England, zu Zeiten eines Bürgerkriegs. Es wird sich um den Thron gestritten. Währenddessen gibt es eine Insel, auf die Menschen mit Psychosen, Epilepsie und dergleichen gesperrt werden, um sie von der normalen Bevölkerung fernzuhalten. Durch einen Sturm befreit gelingt ihnen die Flucht. Die Frage ist, was wird nun aus ihnen? Und was ist ihre Geschichte?
Wenn man historische Romane mag, finde ich Rebecca Gable eigentlich immer gut. Das Buch hier war mir allerdings ein bisschen zu kurz, zu sehr auf eine Person konzentriert, wo mich doch auch die Lebensgeschichte der anderen interessiert hätte.

Gayle Forman – Wenn ich bleibe
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Ein Mädchen verliert bei einem Autounfall ihre gesamte Familie, wird selbst schwer verletzt und liegt im Koma. Sie bzw. ihr Geist bekommt aber mit, was um sie herum geschieht und ihr ist bewusst, dass sie die Wahl hat. Gibt sie dem Schmerz nach, folgt ihrer Familie in den Tod? Oder kämpft sie und versucht damit zu leben?