Ludwig-Galerie Oberhausen

Cornelia Funke ist wohl vielen ein Begriff und der ein oder andere mag in ihren Werken auch ihre Zeichnungen bewundert haben. Zumindest ging mir das bei Reckless und Tintenherz so, die Bilder geben dem ganze eine noch wunderbarere Note.

Und da die Ruhrtopcard uns einmal freien Eintritt in die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen versprach, und die Ausstellung „Cornelia Funke – Tintenherz, Wilde Hühner und Gespensterjäger. Die fantastischen Bildwelten von den frühen Kinderbüchern bis Reckless „ ganz interessant klang, sind wir dort auch hin.

Alles in allem ist das Schloss Oberhausen tatsächlich sehr hübsch gelegen. Direkt am Kanal, es gibt einen Kinderspielplatz mit Rutsche und dort auch einen Pommes-/Eishändler, Parkplätze sind ebenfalls dort. Und es gibt eine Brücke über den Kanal, die auch recht hübsch ist und diesen weichen Belag hat.Brücke über den Kanal beim Schloss Oberhausen

Genug zum Äußeren, nun zur Ausstellung. Der Empfang im Museum war jetzt eher mäßig beeindruckend. Eine ältere Dame, die uns nach Zücken der Ruhrtopcard mit „Sie sehen schon danach aus“ begrüßte (und dabei sehr negativ klang) und sagte „Eigentlich müsste ich ja jetzt auch ihren Ausweis sehen, aber da verzichte ich mal drauf.“ Alles in allem machte es sehr stark den Eindruck von „Ich will nicht, dass ihr hier seid, doofe Ruhrtopcardler, geht bitte wieder.“ Fand ich mäßig gut und würde mich auch sicher nicht zu einem Wiederkommen verleiten.

Die Ausstellungsräume selbst sind schön hell, und schön groß. Im Erdgeschoss geht es erst um Reckless, Tintenherz, Geisterjäger und die Wilden Hühner – weiter oben dann um die früheren Werke von Cornelia Funke. Sowohl um die Fremdillustrationen für andere Autoren als auch Zeichnungen aus ihren früheren Büchern. Geschickter wäre es wohl gewesen, oben anzufangen, um zu sehen, wie sich ihr Stil weiterentwickelt hat, aber der Gedanke ist uns erst im Nachhinein gekommen. Sehr schön, dass überall die Bücher auslagen, sodass man direkt schauen konnte, wie es wirkt und welcher der Entwürfe es schlussendlich geworden ist (im Fall von Tintenherz z.B.). Ich bin auch direkt dazu verleitet, mir weitere Bücher von Cornelia Funke holen zu wollen (Igraine Ohnefurcht steht gerade relativ weit oben).

Der zugehörige Shop war auch ganz gut sortiert, hier bin ich auch direkt auf mehrere Bücher aus der Region gestoßen, die ich mir unbedingt mal zulegen möchte (z.B. 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss) – aber das hatte Zeit.

Neben dem Shop hätte man sich mit einem Kombiticket für Ludwiggalerie und Gasometer noch einmal die Entwurfzeichnungen von Christo anschauen können. Laut Aussage der Empfangsdame wäre das mit unserer Karte auch gegangen, aber es hat uns nicht so brennend interessiert. Die Christo-Ausstellung ist (gerade im Vergleich zur Ausstellung „Magische Orte“, die davor im Gasometer lief) nicht so spannend, zumindest steht ein Besuch dort noch nicht auf meiner Liste.

Wer Cornelia Funke mag, sollte sich die Ausstellung auf jeden Fall anschauen, sie läuft noch bis zum 20.05. – also nicht mehr allzulange. Aber es gibt durchaus häufiger interessante Ausstellungen dort (Die Janosch-Ausstellung hätte ich mir gerne angesehen), also lohnt sich ein Besuch vermutlich auch danach.

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