Twitter-Favoriten aus dem April

Mitte des Monats ist doch auch ein guter Zeitpunkt, dann hab ich auch alles aus anderen Blogs nachgeholt. Sehr viele Hummeln dieses Mal, aber Hummeln sind ja auch sehr tolle Tiere.

Advertisements

Gelesen im April

Besser spät als nie 😉 Wobei ich auch gar nicht soviel gelesen habe, sondern vermehrt Bücher angefangen aber noch nicht zu Ende gelesen habe.

Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen

Mein einziges Papierbuch in dem Monat. Ich möchte übrigens meine Begeisterung für den amazon Marketplace kundtun – ich hab da diverse Bücher erworben, alle sahen fast neu aus, mit dem ein oder anderen kleinen Knick – und dafür aber nur einen Euro und das ohne diesen Stempel Mängelexemplar.
Es ist eine Familiengeschichte, Iris erbt das Haus ihrer Großmutter und ist mittendrin in der Geschichte ihrer Familie, der Frage, was mit ihrer verstorbenen Cousine war, ob ihre Großmutter immer treu war – und in der Frage, wie es mit ihr weitergeht. Ich mochte den Roman, werde aber nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen, dafür war es dann doch nicht mein Thema

Milena Moser – Montagsmenschen

Ein Buch über Yoga. Genauer gesagt über eine Yoga-Lehrerin und das mit ihr verknüpfte Schicksal derjenigen, die in ihre Yogastunde kommen – und ihr eigenes Schicksal. Ein durchaus spannendes Buch, wenn ich auch mit dem Yoga zwischendurch nicht soviel anfangen konnte, dafür fehlt mir das esoterische Verständnis.

Elisabeth Tova Bailey – Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Buch hat mich wirklich begeistert. Ich wusste nicht, dass Schnecken so faszinierende Tiere sein können, habe aber instant Lust bekommen, auch ein Terrarium zurecht zu machen für eine Schnecke.
Die Autorin ist aufgrund einer Krankheit ans Bett gefesselt, alles erschöpft sie. Eine Freundin bringt ihr eine Schnecke mit, die einen Platz im Terrarium findet. Und davon ausgehend beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte der Schnecke, mit der Biologie und lernt dabei, mit ihrer eigenen Krankheit umzugehen. Ein ruhiges, langsames Buch, dem Thema angemessen und so schön zu lesen.

Francois Lelord – Hector und das Wunder der Freundschaft

Ich hatte vor vielen Jahren mal „Hectors Reise“ gelesen und bin jetzt über diesen neuen Band gestolpert – stelle aber fest, dass ich nicht mehr soviel mit diesem Schreibstil anfangen kann. Es war nichts besonderes in diesem Buch für mich, eher Allgemeinplätze, die mir vorher schon bewusst waren. Schade

Erin Morgenstern – Der Nachtzirkus

Ein Wettbewerb zweier Magier – ausgetragen auf dem Rücken ihrer Schüler*innen, was in einem Fall die eigene Tochter ist. Schauplatz ist ein Zirkus – aber kein gewöhnlicher, sondern einer, der nur nachts geöffnet hat, in dem man viel Wunderbares erlebt – all dieses Wunderbare ist aber nur eine Konsequenz des dauernden Wettstreites. Und irgendwann kommt es an den Punkt, wo entschieden werden muss, wer gewonnen hat. Celia oder Marco, wer ist besser?
Ein schönes Buch, nicht viel Fantasy, nur ein wenig – genau in der richtigen Dosis.

M.P. Kozlowsky – Juniper Berry

Junipers Eltern sind reich und berühmt – aber in letzter Zeit nicht mehr so glücklich wie einst und kapseln sich auch vor ihrer Tochter total ab. Sie will herausfinden, woran das liegt und ob sie es wieder ändern kann – und erhält dann auch die Möglichkeit genau das zu tun – oder alternativ sich ihren großen Traum zu erfüllen. Nett nebenbei zu lesen.

Maria Sveland – Häschen in der Grube

Ich hatte „Bitterfotze“ gelesen und fand das wirklich gut, sodass ich auch dieses Buch lesen wollte. Ein anderes Thema, Missbrauch in der Familie. Und als irgendwann die Tochter sich öffnet und davon erzählt, wird ihr nicht geglaubt. Ein krasses Buch.

David Hewson – Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 1. Fall

Ein spannender Krimi, der immer wieder neue Vermutungen aufstellen lässt, wer denn nun letztendlich der Mörder ist. Ich mag Krimis und Thriller, die in Skandinavien spielen, dieser ist definitiv auch wirklich gut und lohnt sich weiterverfolgt zu werden.

Nicole Balschun – Ada liebt

Eine etwas andere Liebesgeschichte, zwischen Ada, die ziemlich verkopft wirkt und Bo, der eben ein Schweinehirt ist. Ob es zwischen den beiden auf Dauer gut geht oder nicht, ist hierbei die Frage. Es ist keine einfache Liebesgeschichte und ich möchte die beiden packen und ihnen sagen, dass sie richtig füreinander sind, aber das müssen sie selbst einsehen. Melancholisch schön.

Axel Hacke – Der kleine Erziehungsberater

Eine wundervolle Beschreibung des Lebens mit Kindern. Sehr unterhaltsam, sollte man gelesen haben, wenn man Kinder hat – und es schadet auch nicht, wenn man keine hat.

Dr. Josephine Chaos – Dann press doch selber, Frau Dokta!

Wer ihr Blog liest, weiß um was es in diesem Buch geht. Allen anderen sei gesagt: Der Alltag in der Klinik auf der Gynäkologie-Station kann amüsant sein, zumindest wenn man nicht so direkt beteiligt ist, sondern nur davon liest. Von cholerischen Ärzten, schwierigen Patientinnen und natürlich über das eigene Leben. Unterhaltsam, kaufen!

Axel Hacke – Der weiße Neger Wumbaba/Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück/Wumbabas Vermächtnis

Wer kennt es nicht? Man verhört sich bei einem Lied oder einem Gedicht und der nun entstandene Text gibt dem ganzen eine ganz neue Bedeutung. Eine durchaus unterhaltsame, wie in drei kleinen Büchlein zu lesen ist. Wer Agathe Bauer-Songs amüsant findet, ist auch hier genau richtig.

Ludwig-Galerie Oberhausen

Cornelia Funke ist wohl vielen ein Begriff und der ein oder andere mag in ihren Werken auch ihre Zeichnungen bewundert haben. Zumindest ging mir das bei Reckless und Tintenherz so, die Bilder geben dem ganze eine noch wunderbarere Note.

Und da die Ruhrtopcard uns einmal freien Eintritt in die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen versprach, und die Ausstellung „Cornelia Funke – Tintenherz, Wilde Hühner und Gespensterjäger. Die fantastischen Bildwelten von den frühen Kinderbüchern bis Reckless „ ganz interessant klang, sind wir dort auch hin.

Alles in allem ist das Schloss Oberhausen tatsächlich sehr hübsch gelegen. Direkt am Kanal, es gibt einen Kinderspielplatz mit Rutsche und dort auch einen Pommes-/Eishändler, Parkplätze sind ebenfalls dort. Und es gibt eine Brücke über den Kanal, die auch recht hübsch ist und diesen weichen Belag hat.Brücke über den Kanal beim Schloss Oberhausen

Genug zum Äußeren, nun zur Ausstellung. Der Empfang im Museum war jetzt eher mäßig beeindruckend. Eine ältere Dame, die uns nach Zücken der Ruhrtopcard mit „Sie sehen schon danach aus“ begrüßte (und dabei sehr negativ klang) und sagte „Eigentlich müsste ich ja jetzt auch ihren Ausweis sehen, aber da verzichte ich mal drauf.“ Alles in allem machte es sehr stark den Eindruck von „Ich will nicht, dass ihr hier seid, doofe Ruhrtopcardler, geht bitte wieder.“ Fand ich mäßig gut und würde mich auch sicher nicht zu einem Wiederkommen verleiten.

Die Ausstellungsräume selbst sind schön hell, und schön groß. Im Erdgeschoss geht es erst um Reckless, Tintenherz, Geisterjäger und die Wilden Hühner – weiter oben dann um die früheren Werke von Cornelia Funke. Sowohl um die Fremdillustrationen für andere Autoren als auch Zeichnungen aus ihren früheren Büchern. Geschickter wäre es wohl gewesen, oben anzufangen, um zu sehen, wie sich ihr Stil weiterentwickelt hat, aber der Gedanke ist uns erst im Nachhinein gekommen. Sehr schön, dass überall die Bücher auslagen, sodass man direkt schauen konnte, wie es wirkt und welcher der Entwürfe es schlussendlich geworden ist (im Fall von Tintenherz z.B.). Ich bin auch direkt dazu verleitet, mir weitere Bücher von Cornelia Funke holen zu wollen (Igraine Ohnefurcht steht gerade relativ weit oben).

Der zugehörige Shop war auch ganz gut sortiert, hier bin ich auch direkt auf mehrere Bücher aus der Region gestoßen, die ich mir unbedingt mal zulegen möchte (z.B. 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss) – aber das hatte Zeit.

Neben dem Shop hätte man sich mit einem Kombiticket für Ludwiggalerie und Gasometer noch einmal die Entwurfzeichnungen von Christo anschauen können. Laut Aussage der Empfangsdame wäre das mit unserer Karte auch gegangen, aber es hat uns nicht so brennend interessiert. Die Christo-Ausstellung ist (gerade im Vergleich zur Ausstellung „Magische Orte“, die davor im Gasometer lief) nicht so spannend, zumindest steht ein Besuch dort noch nicht auf meiner Liste.

Wer Cornelia Funke mag, sollte sich die Ausstellung auf jeden Fall anschauen, sie läuft noch bis zum 20.05. – also nicht mehr allzulange. Aber es gibt durchaus häufiger interessante Ausstellungen dort (Die Janosch-Ausstellung hätte ich mir gerne angesehen), also lohnt sich ein Besuch vermutlich auch danach.