Gelesen im März

Kim Harrison – Bluteid/Blutdämon/Blutsbande

Weiter geht es mit Rachel Morgan, die sich wie üblich mit Dämonen, Hexen, Vampiren und anderen Inderlandern herumschlagen muss. Schade, dass ich bis zum nächsten Band so lange warten muss, aber er soll noch dieses Jahr erscheinen, immerhin.

Cay Rademacher – Der Trümmermörder

Hamburg in der Nachkriegszeit. Die Gesellschaft liegt darnieder und in diesem Klima voll Armut geschehen Morde. Basierend auf einem echten Fall dieser Krimi, in dem das Leben in Nachkriegs-Hamburg durchaus gut und realistisch dargestellt wurde.

Peter V. Brett – Die Flammen der Dämmerung

Endlich! Gefühlte Ewigkeiten hab ich auf die Fortsetzung gewartet (von der ich bis vor kurzem dachte, sie sei der Abschluss, anfangs hieß es nämlich, der Dämonen-Zyklus sei eine Trilogie. Tja, falsch gedacht.)Es geht spannend weiter, immer näher kommen sich Arlen und Jardir und der Konflikt baut sich immer weiter auf. Sehr gefallen haben mir die Rückblenden auf die Geschichte von Inevera, Jardirs erster Frau. Aber auch Einsichten in das Leben der Dämonen, dass sie eine Königin haben, fand ich spannend. Leseempfehlung, absolut. (Abschreckend allerdings, dass man auf die nächsten Bände warten müssen wird).

Laila Kühle & Detlef Dreßlein – Ich habe mich versehentlich auf den Staubsauger gesetzt

Ein Buch über Sexunfälle. Was so passieren kann, wenn Menschen von ihrem sexuellen Trieb übermächtigt werden und nicht nachdenken. Und wie das manchmal gewaltigst schiefgehen kann. Es ist teilweise wirklich dafür geeignet, Phantomschmerzen zu verursachen, ich frag mich auch bei einigem, ob das nicht eine Urban Legend ist – und generell finde ich, dass es manchmal ein bisschen abwertend ist. Aber trotzdem ist es ganz unterhaltsam. Mein Lieblingskapitel: Die Ausreden beim Arzt.

Anne-Dauphine Julliand – Deine Schritte im Sand

Anne Dauphine erfährt, dass ihre zweijährige Tochter unter einer schweren Erbkrankheit leidet, der metachromatischen Leukodystrophie, und daran sterben wird. Vorher wird sie sich immer weiter zurückentwickeln und immer mehr Fähigkeiten verlieren, vom Laufen bis hin zum Sehen.Anne-Dauphine nimmt sich vor, ihrer Tochter das verbleibende Leben so schön wie möglich zu gestalten und alles zu tun, damit es ihrer Tochter nicht an Liebe mangelt. Ein bewegendes Buch, wenn auch durchaus traurig, da klar ist, dass es kein gutes Ende nehmen wird.

Mathias Malzieu – Die Mechanik des Herzens

Jack hat seit seiner Geburt eine Kuckkucksuhr an seinem Herz, die ihm hilft, es im Gang zu halten. Er bekommt erzählt, dass er sich ja nie verlieben darf, denn diese Gefühlsschwankungen könnten sein empfindliches Herz vollends aus dem Gleichgewicht bringen. Aber an einem Tag in der Stadt verliebt er sich in eine Tänzerin, versucht sie wiederzufinden – eine Reise, die ihn schlussendlich nach Andalusien führt.
Ein wunderbar bezauberndes Buch. Ein wenig Märchen, aber nicht zuviel. Man fühlt sehr mit Jack mit. Ob es ihm gelingt, die Tänzerin wieder zu finden? Und wenn ja, ob er sie von sich überzeugen kann, trotz der Uhr, die abschreckend wirkt?

Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag

Drei Geschwister auf dem Weg zur Hochzeit einer Cousine. Und spontan beschließen sie, ihren Bruder zu besuchen, der nicht gekommen ist und die Hochzeit Hochzeit sein zu lassen. Ein recht unterhaltsames Buch, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Aber es lässt sich schön weglesen, ist auch nicht allzu lang.

Anna Gavalda – Ich habe sie geliebt

Chloé wird von ihrem Mann mit den zwei Töchtern sitzengelassen und ist todunglücklich. Pierre, ihr Schwiegervater, nimmt sie mit in das Ferienhaus der Familie, damit sie ein wenig zur Ruhe kommt und sie in Ruhe miteinander reden können. Und er erzählt ihr von seinem Leben, davon, wie er sich neben seiner Frau in eine andere verliebt hat und wie das geendet ist. Ein schönes Buch, über die Liebe, über verpasste Möglichkeiten.

Frances Miralles – Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

Samuel wacht morgens auf – und dieser Tag wird sein Leben verändern. Durch eine vor der Tür sitzende Katze lernt er seinen Nachbarn kennen, findet einen neuen Freund und begegnet seiner ersten Liebe. Er beginnt, richtiggehend zu leben und nicht tagein tagaus immer dassselbe zu tun. Eine Empfehlung für dieses Buch.

Yasmina Khadra – Die Schuld des Tages an die Nacht

Eine Geschichte aus Algerien, darüber wie Younes aufwächst, wie er sich verliebt, was dabei alles passiert. Mich hat selten ein Buch so begeistert, es ist bis jetzt das beste Buch, was ich in diesem Jahr gelesen habe, ein absolutes Wow! Von der Sprache her, vom Erzählstil, einfach alles hat mich an diesem Buch begeistert.“Liebe kennt keine Verbote, keine Scham, es sei denn, man verleugnet sie. Oder opfert sie auf dem Altar der besten Absichten.“

Erica Fischer – Königskinder

Zweiter Weltkrieg, Großbritannien. Irka und Erich sind aus Wien vor den Nazis geflohen und wollen zusammen glücklich werden, ohne Angst. 1940 jedoch werden die Ausländer interniert, aus Angst vor einer Fünften Kolonne Hitlers und Erich wird alsbald nach Australien verschifft. Irka sucht nach einer Möglichkeit, nachzukommen, aber es ist ihr nicht möglich. Beide schreiben sich Briefe, aber ohne Garantie, dass sie den anderen erreichen und mit langer Wartezeit. Ein Roman basierend auf der Geschichte der Eltern von Erica Fischer. Durchaus spannend geschrieben, aber nicht so sehr mein Thema.

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Man nehme „Ziemlich beste Freunde“ und tausche den männlichen Pfleger durch eine junge Dame aus und dann hat man den Plot dieses Buches. Will ist junger Mann, der vor dem Unfall sehr aktiv war. Nun sitzt er im Rollstuhl und kann nichts mehr eigenständig machen. Lou arbeitet in einem Café, bis dieses geschlossen wird und da ihr Ort nicht viele Arbeitsplätze bietet, lässt sie sich darauf ein, Pflegekraft für Will zu werden. Es kommt, wie es kommen muss und es entwickelt sich mehr. Eine berührende Liebesgeschichte, wer „Zwei an einem Tag“ mochte, wird das hier wahrscheinlich auch mögen, zumindest mir gefiel es sehr.

Nancy Salchow – Unser sechzehntes Jahr

Vor sechzehn Jahren hat sich Fiona das Leben genommen, da war sie fünfzehn. Nun ist ihre Schwester Nathalie fünfzehn geworden und möchte mehr erfahren. Wie war ihre Schwester und gibt es sie nur, weil ihre Schwester gestorben ist? Das ganze Thema wühlt die Familie auf, es werden unangenehme Wahrheiten ausgesprochen.Mir war das ganze ein wenig zu sehr standard, wenig Überraschungen. Nicht so mein Buch.

Sabine Thiesler – Der Kindersammler

Obwohl mich Sabine Theislers Thema, das all ihren bisher gelesenen Büchern zugrunde liegt, ein wenig langweilt, hab ich doch noch eins gelesen. Im Italien-Urlaub verschwindet der Sohn von Anne und Harald. Spurlos. Jahre später kehrt sie nach Italien zurück, kauft sich ein Haus und will herausfinden, was passiert ist – um endlich mit der Geschichte abschließen zu können. Und natürlich begegnet sie dem Täter, ohne es zu ahnen. Und auch er ahnt nicht, was sie hierher gebracht hat.

Poul Anderson – Kinder des Wassermanns

Ein Fantasy-Roman, spielt in der Zeit, in der Dänemark zusehends christlicher wird. Es gibt das Meervolk, welches friedlich mit den Menschen zusammen lebt – aber da sie keine Seele haben, sieht die Kirche sie als Bedrohung und ein Priester verbannt sie. Auf der Suche nach einer neuen Wohnstatt führt ihr König sie durch die Meere – während seine vier Kinder zurückbleiben. Die jüngste Tochter lässt sich taufen und verliert damit sämtliche Erinnerung an ihr früheres Leben – die anderen drei versuchen daraufhin, ihr Volk wieder ausfindig zu machen. Schön geschrieben Fantasy, mit einem etwas anderen Thema.

Lilach Mer – Der siebte Schwan

Mina, ein vierzehnjähriges Mädchen, bekommt mit, dass der Doktor der Familie sie für geistig verwirrt hält und flüchtet daraufhin. Sie findet Obdach bei einer fahrenden Familie und versucht, das große Familiengeheimnis aufzuklären: wer sind die beiden Jungen in dem Amulett, dass sie auf dem Speicher gefunden hat?
Sie findet große Unterstützung und lernt, dass mehr möglich ist, als sie bisher gedacht hatte.
Es ist nicht so ganz mein Buch, dafür ist es zu wenig Fantasy – und als Nicht-Fantasy-Buch liegt es mir einfach nicht.

Lilach Mer – Winterkind

Ein modernes Schneewittchen. Blanka von Rapp hat Haare schwarz wie Ebenholz, ihre Haut ist weiß wie Schnee und ihre Lippen rot wie blut. Sie lebt ein eigentlich glückliches Leben, ihr Ehemann besitzt eine Fabrik und sie haben ein Kind.Doch sie hatte eine unglückliche Kindheit, mit einer distanzierten Mutter, die mehr Wert auf Schönheit als auf Glücklichsein legte – und als die Mutter stirbt, erbt sie den Spiegel.
Das Buch ist quasi die Fortsetzung von Schneewittchen. Schön geschrieben, hier stört mich auch der sehr niedrige Fantasy-Anteil keineswegs.

Mo Yan – Frösche

China, zur Zeit der Einführung der Geburtenkontrolle. Erzählt wird die Geschichte von Gugu, der Tante des Erzählers, die als Frauenärztin tätig war und in dieser Funktion auf der einen Seite vielen Kindern auf die Welt geholfen hat (unter anderem auch dem Erzähler) – aber auf der anderen Seite überzeugt vom Regime war und Abtreibungen und Sterilisationen durchgesetzt hat, trotz tragischer Ereignisse, um die Ein-Kind-Politik durchzusetzen. Bis auf das Theaterstück am Ende recht gut zu lesen und recht spannend.

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