Twitter-Lieblinge aus dem Februar

(Fast) alle Tweets, die im Februar ein Sternchen bekommen haben.
Und wie üblich lohnt sich das Stöbern hier: Anne Schüssler

Rezept der Woche: Schweinefilet aus dem Ofen

  • 500 g Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 4 El Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Schweinefilets (à 160 g)
  • 20 Kirschtomaten
  • 3 Stiele Thymian
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 150 ml Fleischbrühe
  • Olivenöl zum Beträufeln

Kartoffeln waschen, schälen und in sehr feine Scheiben hobeln. Zwiebeln in feine Streifen schneiden und beides mit 2 El Öl mischen, salzen und pfeffern. Den Boden eines kleinen Bräters oder einer Auflaufform mit der Kartoffelmischung auslegen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 15 Min. garen.
Nach 10 Min. die Schweinefilets salzen und pfeffern. 2 El Öl in einer Pfanne erhitzen, Fleisch darin rundum kräftig anbraten und herausnehmen. Kirschtomaten kurz in der Pfanne anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
Fleisch, Tomaten und Kräuter auf der Kartoffelmischung verteilen. Brühe dazugießen und weitere 15 Min. im Ofen garen. Mit Olivenöl beträufelt servieren.

Links KW8/2013

Gehirn und Geist: Fakten statt Mythen

Doch Forschungsergebnisse zu den Themen Sexismus und sexuelle Belästigung spielen dabei bislang kaum eine Rolle. Dies ist befremdlich, da viele Argumente, die vorgebracht wurden, mit empirischen Befunden klar widerlegt (oder zum Teil auch belegt) werden können. Im Einzelnen sind uns folgende Punkte aufgefallen, auf die wir aus wissenschaftlicher Sicht eingehen möchten.

Culturmag: Zoe Beck zur Amazon-Debatte

Nein, das Internet ist nicht böse. Außerdem lässt es sich nicht einfach wieder abschaffen, warum auch. Jetzt kann man wieder darüber diskutieren, wer eigentlich böse ist. Die Politik, die Gesellschaft, vielleicht doch irgendwie das Internet, oder einfach nur die Internetnutzer. Also, nicht alle, aber viele. Oder wer jetzt?

flannel apparel: Extrem schön, extrem misogyn

Das, was in diesen Fernsehsendungen und in anderen Medienformaten geschieht, ist frauenverachtend. Sie oktroyieren Normen gewaltvoll auf Körper. Sie dokumentieren Gewalt am eigenen Körper, an der Seele und verherrlichen sie. Medien tragen massiv dazu bei, Schönheit und die Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Körper wohlzufühlen, zu definieren und zu verengen. Die Vielfalt der Schönheit wird aus der Welt geschnitten. Sie wird nicht gesendet und nicht gedruckt. In der Welt dieser Bilder ist eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrem Aussehen akzeptiert, respektiert und geliebt werden, passé. Nicht der Mensch wird respektiert, die Norm muss befolgt werden. Als einzige Option ein normales und erfülltes Leben führen zu können, wird der Kniefall vor dem Schönheitsdiktat ins Feld geführt.

FAZ: Liberalismus: Freiheit? Ach, Hauptsache, der Müll ist getrennt

Freiheit ist nicht so wichtig. Hauptsache, der Müll ist ordentlich getrennt. Meine Nachbarin schneidet sogar ihre alten Tetrapacks auf und stellt sie in den Geschirrspüler, bevor sie sie in die Wertstofftonne wirft. Nicht zu fassen, aber meine Nachbarin wäscht ihren Müll!

Journelle: Ich spiele nicht mit Kindern

Dabei will ich das gar nicht wissen, ich möchte viel lieber etwas lesen oder mich mit anderen Erwachsenen unterhalten, während sich die Kinder allein oder miteinander beschäftigen.

wirres.net: Kaffeehäuser

und das internet ist genau das geworden, was ich mir damals als ideales kaffeehaus vorgestellt habe. zeitschriften und zeitungen aus aller welt hängen kostenlos rum, überall sitzen intellektuelle, es herrscht lärm und rauschen — und doch findet man hier seine innere ruhe (beispielsweise wenn man ins internet reinschreibt)

Patschpatsch.com: Innereien, im Allgemeinen

Rohes, rotes Fleisch, rohe Emo­tio­nen, rohe Men­schlichkeiten. Was wir nicht triv­i­al­isieren und bis zur Unken­ntlichkeit verän­dern kön­nen, scheint uns Schwierigkeiten zu machen. Und weil mir keine char­mante Überleitung ein­fällt, nehmen wir mal die flache Vari­ante. Also, Fleis­ches­lust.
Na?

kittykoma.de: Was werden wir morgen essen?

Die in den 60ern geborenen Kinder sind die erste Generation, die in Deutschland ohne die Erfahrung von Hunger auf- und in den Nahrungsüberfluss hineinwächst. Die Generation, zu der auch ich gehöre. Trotzdem wurde ich von Menschen sozialisiert, in denen die Angst vor Hunger und Mangelversorgung noch tief steckte.

SZ: Polen: Mama, Papa, Wojtyla

In der Tat kann die Rolle, die Johannes Paul II. in der polnischen Gesellschaft weiterhin spielt, gar nicht überschätzt werden. In einer kirchlichen Landschaft, die zwischen Traditionalisten und Liberalen tief gespalten ist, gehört er zu den wenigen verbindenden Elementen.

Wild Germany: Pädophilie (erst ab 22 Uhr abrufbar)

Baby-Schnabeltiere 😀

Der Rest vom Ruhrgebiet: Duisburg-Meiderich

Da Duisburg bei Anne Schuessler viel zu wenig vertreten ist, mach ich mal. Und zwar über Duisburg-Meiderich, obwohl ich hier noch gar nicht so lange wohne (eineinhalb Jahre in etwa) und mich auch gar nicht so gut auskenne.

Von der Geschichte des Stadtteils weiß ich dann auch gar nicht soviel, außer dem, was bei Wikipedia steht. Früher eigenständig, dann zwangseingemeindet und nun Teil Duisburgs. Ist aber auch nicht so relevant, zumindest nicht fürs Wohnen hier. Und wohnen, das tue ich hier tatsächlich sehr gerne und kann es auch durchaus weiterempfehlen.

Direkt ums Eck (meines Wohnhauses) gibt es eine Einkaufsstraße, die Von-der-Mark-Straße (andere nennen sie auch Basarstraße)t), die alles Wesentliche bereithält. dm, Apotheken, Bäcker, Buchhandlung, Schuhgeschäft, diverse Handyläden, Fotogeschäft, Postfiliale und so weiter. Auf eben dieser Einkaufsstraße findet mittwochs und samstags auch ein Wochenmarkt statt, so etwas braucht man immer (auch wenn ich zugeben muss, dass, nachdem ich in Münster gewohnt habe, leider alle anderen Wochenmärkte, die ich so kennengelernt habe, gegen den Münsteraner verlieren). Auch Aldi und Rewe sind nah – und der IKEA ist mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen.

Verkehrstechnisch ist Meiderich auch ganz gut angebunden. Abgesehen von der A59, die mir die Wahl zwischen 2 Auffahrten lässt, gibt es hier gleich zwei Straßenbahnlinien, die 903 und die U79, was dazu führt, dass die Taktung hier noch ein bisschen besser ist als an anderen Stellen in Duisburg. Und man ist mit dieser Straßenbahn in unter 10 Minuten direkt in der Duisburger Innenstadt, so schnell schafft das Auto das nicht. Buslinien gibt es auch noch, sind aber nicht so relevant (außerdem ist die Taktung da mehr halbstündlich wie so oft in Duisburg, was sie eher uninteressant macht). Und es gibt einen Bahnhof, von dem eine Bimmelbahn fährt – einmal bis nach Ruhrort, in die Gegenrichtung bis nach Oberhausen, was durchaus praktisch sein kann. (z.B. bei den ganzen Sperrungen des Hauptbahnhofs wegen der Bombenentschärfungen, die es in Duisburg ja immer wieder gibt).

Was sonst noch erwähnenswert ist: die Freizeitmöglichkeiten. Es gibt das Delta Music, die Wander-Disko, die nicht mehr wandert, direkt am IKEA. Ansonsten finden im Meidericher Stadtpark auch immer wieder mal Konzerte etc. statt. Im Stadtpark gibt es außerdem noch eine Minigolfanlage, viel Grün zum Spazieren gehen, einen Abenteuerspielplatz und Möglichkeiten für Sport. Aber, viel viel toller als diesen Stadtpark finde ich ja den Landschaftspark Nord in Duisburg. Ein stillgelegtes Hüttenwerk, das heute so viele Möglichkeiten bietet. Man kann klettern gehen, tauchen, die Aussicht vom Hochofen 5 genießen, einfach nur spazieren gehen oder, mein Favorit, die lange Röhrenrutsche runter. Gerne öfter, irgendwann wird es aber anstrengend. Alles in allem ein riesengroßer Spielplatz. Übrigens auch für jeden Auswärtigen ein lohnenswertes Ausflugsziel. (Oh, ihr habt hier ja soviel Grün).

Bild

Ansonsten bietet Meiderich das gleiche wie eigentlich jeder andere Stadtteil, so mit Sportvereinen, Schulen, Kirchen – alles Dinge, von denen ich (noch) keine Ahnung habe und die deshalb hier nicht weiter auftauchen.

Was ich noch empfehlen kann: Den müden Pinsel als Imbiss – und die Dönerbude direkt an der Haltestelle „Auf dem Damm“.

Rezept der Woche: Karamellisierte Möhrencreme-Suppe

  • 1 kg Möhren
  • 150 g Zwiebeln
  • 50 g Zucker
  • 500 ml Sahne
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Sherry

Zwiebeln würfeln und anschwitzen, mit der Brühe ablöschen. Die Möhren in dünne Streifen schneiden.
Den Zucker karamellisieren, die Möhrenstreifen darin schwenken und mit Brühe ablöschen.
Alles in den Topf geben und mit dem Mixer vermengen.
Würzen und mit Sahne und Sherry abschmecken.

Links KW7/2013

Ich werde versuchen, das häufiger zu machen (mein Ideal war ja jede Woche – aber der Freitag war dafür wohl nicht der geeignetste Tag, mal schauen).

Jockel und seine Oma lernen, wie Sterben wirklich geht

»Heute Morgen, da bin ich aufgewacht und habe gewusst, dass ich heute sterben werde. Ich kann dir nicht sagen, wieso, aber das wirst du noch lernen. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die spürt man einfach. Wen man lieben wird, zum Beispiel. Und mit wem man alt werden wird. Wohin man gehört in dieser Welt und was das Herz am liebsten tut. Das spürt man, wie du an deiner Knienarbe spürst und am Geruch in der Luft, dass der Winter kommt.

Die Zeit: Kölner U-Bahn: Fertig im Jahre 2613

Der Unterschied ist: Andere Städte nehmen die Sache ernst und wollen irgendwann fertig werden, Köln will nur bauen.

Guernica: Labiaplasty. An investigation of the most popular trend in the field of ‚vaginal rejuvenation‘ surgery.

Alinsod tells me he invented the Barbie in 2005. “I had been doing more conservative labiaplasties before then,” he says. “But I kept getting patients who wanted almost all of it off. They would come in and say, I want a ‘Barbie.’ So I developed a procedure that would give them this comfortable, athletic, petite look, safely.”

FAZ: Kinskis Kindfrauen

Eine Kindfrau wird sie durch den Blick und das Begehren des Mannes. Sie wandelt stets an der Grenze zwischen Femme Fatale und Femme fragile. Ihr Kennzeichen ist, dass sie ortlos ist – und sprachlos, ohne Geschichte.“

taz: „Man nennt das Liebeskummer“

Ich denke an das Gefühl von Abhängigkeit und Kontrollverlust, wenn der Rüde in mir hängt und ich ihm vertrauen muss, dass er nicht plötzlich losrennt. Was wichtig ist: In diesen Fantasien bin ich der Abhängige, nicht umgekehrt. Der Hund bestimmt, was passiert, nicht ich.

Kleinerdrei: Fleischeslust

Warum essen wir Fleisch? Warum fällt es uns (bzw. mir) eigentlich so schwer, auf Fleisch zu verzichten?

Noch zwei unterhaltsame Links: Had one Job und WTF, Evolution

Abschließend: ich möchte bitte ein Baby-Faultier:

Das Theater um die Pille danach

Oder auch, wie ich entsetzt war, als ich via Twitter auf diesen Spiegel-Artikel stieß, der folgendes Zitat beinhaltete: „Das Argument gegen die Befreiung war, man würde den Frauen durch diesen Schritt zu viel Freiheit genehmigen“. Bitte? Wie kann es bei dem Selbstbestimmungsrecht über meinen Körper zuviel Freiheit geben? In fast allen anderen europäischen Ländern ist das mit der Rezeptfreiheit gar kein Problem – in Deutschland aber schon. Mit recht unsinnigen Argumenten. Abgesehen davon, dass immer wieder die Pille danach mit der Abtreibungspille verwechselt wird, ist das Argument, dass sobald sie rezeptfrei ist, Frauen sie wie Smarties einwerfen würden. Klar. Weil das ja auch gar nicht teuer ist und Frauen sowieso auch so verantwortungslos sind, so etwas ständig einzunehmen. Ich meine mich zu entsinnen, dass die Unofem 20 € kostet – die Pille, die ich genommen habe (Novial), hat in der Halbjahrespackung 45 € gekostet.

Mit Rezeptfreiheit wird einem zumindest der Stress genommen, an das Rezept zu kommen – was wirklich nicht einfach ist. Ich erinnere mich an eine Freundin, die an einem Neujahrstag in Essen (der auf einen Samstag fiel) fünf verschiedene Krankenhäuser, inklusive der Uni-Klinik aufsuchte, ohne dort ein Rezept ausgestellt zu bekommen. Und wenn man dann das Rezept bekommt, muss man immer noch eine Apotheke finden.

Mittlerweile hab ich auch gelernt, dass Krankenhäuser eh keine Pille danach mehr verschreibt, weil sie jetzt neu auch bis zu 100 Stunden wirken. Aber auch da gilt eigentlich: Je eher man sie nimmt, umso besser, dann ist zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass es wirkt, höher. Und von Freitagabend bis Montagfrüh ist es schon recht lang, ich halte das nicht wirklich für sinnvoll.

Ich hoffe sehr, dass es irgendwann gelingt, sich gegen die Konservativen (und anscheinend gegen die Frauenärzt*innen, die Geld verdienen wollen damit) durchzusetzen und endlich auch in Deutschland die Pille danach rezeptfrei zu bekommen.