Rezept der Woche: Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce

Das Rezept ist wirklich langwierig, aber es lohnt sich, die Sauce ist wirklich sehr lecker. Praktischerweise hatte ich bis auf die Tomaten auch alles da, das hat es natürlich deutlich vereinfacht.

  • 400g Cherry-Rispen-Tomaten (reif!)
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zweig Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL Senfsamen
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 1-2 EL dicke Sojasauce
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100ml Hühnerbrühe
  • Etwas Olivenöl
  • Etwas Zucker
  • Frischer Basilikum
  • Etwas Parmesan oder Ziegenkäse
  • Salz, frischer Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten waschen und halbieren, auf ein Backblech legen. Fenchelsamen, Senfsamen, und die Pfefferkörner zerkleinern und über die Tomatenhälften verteilen. Olivenöl darüber gießen, Thymian und Rosmarin zugeben. Schalotten und Knoblauch schälen, vierteln, zugeben. Bei 120°C etwa 1 1/2 Stunden in den Ofen geben. Tomaten aus dem Ofen nehmen und mit Schalotten und Knoblauch pürieren. Die Hühnerbrühe erhitzen und auf die Hälfte reduzieren lassen. Die pürierten Tomaten zugeben, das Tomatenmark unterrühren und mit Zucker, Salz, Pfeffer, Sojasauce abschmecken. Eine Stunde ziehen lassen. Mit frischer Pasta, Basilikum und Käse servieren.

Advertisements

Links KW4/2013

kleinerdrei: Die Pille danach und Deutschlands Angst davor

Im Ernst: Das Argument, dass besonders junge Mädchen sich aus Unwissenheit der Pille danach als Snack-Verhütung bedienen würden, ist erstens eine immer wieder unfassbare Unterstellung und zweitens durch Studien widerlegt. In 28 (!) europäischen Ländern sind die Erfahrungen mit der rezeptfreien Abgabe durchweg positiv. Doch statt dies als Vorbild für schnelle Hilfe zu nehmen und durch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot bereits im (Grund-)Schulalter zu ergänzen, mauern in Deutschland konservatives Denken und Lobbyismus.

FAZ: Trennung – wenn die Liebe geht.

Von Anfang an sind es unsere hehren, überfrachteten Vorstellungen von der Liebe und dem perfekten Glück zu zweit, die zur Hypothek für Beziehungen werden. Dazu gehört insbesondere die Vorstellung von einem gleichberechtigten Geben und Nehmen, von einer Balance, in der es keine Gewinner, keine Verlierer gibt: Gerechtigkeit.

taz: Rape Culture – Die hässliche Wirklichkeit

Vielleicht ist Rape Culture irgendwie auch der Reflex einer Gesellschaft, Sexuelles wieder ins Private zurückdrängen zu wollen, in einer Welt, in der Sexdarstellungen und nackte Körper so allgegenwärtig geworden sind. Vielleicht ist es die Angst davor, von zu viel Gewalt zu erfahren, zu hässliche Dinge zu sehen oder zu hören. Oder gar die Angst, selbst Erlebtes wiederaufkommen zu lassen.

#aufschrei – weil mir das Thema so wichtig ist

Ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal auf Twitter umzusehen, was dort unter dem Hashtag #aufschrei läuft. Man könnte meinen, es ist unglaublich – wenn man nicht selbst immer wieder mit solchen Dingen konfrontiert wird. Ich habe es verhältnismäßig gut, nehme ich an, da ich kaum auf so etwas stoße (vielleicht bin ich auch einfach nur gut darin, die Außenwelt auszublenden, zumindest in Bus und Bahn, während ich lese), aber auch mir begegnet das immer wieder. Männer, die einen anfassen; Männer, die einen zu einem Date nötigen wollen, das „Nein, kein Interesse“ ignorieren und erst bei „Ich habe einen Freund“ aufgeben; Männer, die das Aussehen/die Kleidung/das Verhalten kommentieren; Männer, die einen anstarren. Oh, nicht zu vergessen übrigens der eine Bekannte, der meinte „Aber du willst es doch auch“. Und ja, in den meisten Situationen bin ich einfach nicht schlagfertig genug, da entsprechend zu reagieren. Die Ausnahme bildet wohl alles Körperliche, da bin ich sehr schnell dabei, aggressiv zu reagieren, weil das eine totale Grenzverletzung ist, auf die ich gar nicht anders reagieren kann.
Und was mich dann tatsächlich stört: Menschen, die man mag, die reagieren mit: Das wird alles total überdramatisiert, genau wie bei Kachelmann und Assange, die dummen Sprüche könne man einfach ignorieren, man müsse sich nicht als armes wehrloses Opfer darstellen. Die gleichen Menschen, die einem sagen, dass man nachts doch besser nicht an bestimmten Orten entlanglaufen sollte, damit einem nichts passiert. Denen also sehr wohl bewusst ist, dass es dieses Problem in der Gesellschaft gibt. Und ja, man kann diese Sprüche und Blicke ignorieren – aber ich fühle mich trotzdem unwohl damit, solchen Dingen immer wieder zu begegnen. An Tagen, wo so etwas gehäuft auftritt, fühle ich mich manchmal wie Freiwild und das ist nicht gut für das Selbstwertgefühl, das ist nicht gut dafür, sich offen und frei in der Gesellschaft bewegen zu wollen.

Und für eben diese Menschen ein paar Links:
kleinerdrei – Normal ist das nicht
Mädchenmannschaft – Wie #aufschrei-en
Happy Schnitzel – Besser spät als nie. Die Sexismus-Debatte.

Und all die anderen Links, die auf diesen Seiten verlinkt sind. Lest es, fragt wie es euch damit gehen würde.

Und ja, auch Männer werden sexuell belästigt. Auch Männer geraten in Situationen, in denen sie sich nicht wohl fühlen, wo sie nicht wissen, wie sie da wieder rauskommen. Für mich ist der Unterschied aber einfach: Männern wird nicht seit Jahren von Eltern/Freund*innen/Partner*innen eingeredet, dass sie aufpassen sollen, dass sie nachts nicht dort und dort lang laufen sollen, dass ihnen dann schlimme Dinge passieren können. Das ist für mich etwas anderes – trotzdem ist auch das keinesfalls okay und sollte ebenfalls nicht vorkommen.

Ergänzend: Eine Link-Sammlung